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Wieder Ärger um Hag am Landbaderfeld

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Von: Gerti Reichl

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Thomas Plettenberg
Das Landbaderfeld in Dürnbach. © Thomas Plettenberg

Gmund - Es wird gefeilscht um jeden Meter am Landbaderfeld. Doch die Gemeinde bleibt hart: Der Abstand zum Hag muss neun Meter betragen.

Das erste Wohnhaus steht schon, weitere Kräne haben sich in Position gebracht, Bautafeln kündigen an, was demnächst am ehemaligen Landbaderfeld in Dürnbach, dem Neubaugebiet „Am Hoffeld“, entsteht. Probleme bereitete der Gemeinde von Anfang an der geschützte Hag, der das Baugebiet zum Nachbargrundstück im Norden abgrenzt. Schon bei der Planung wurde um jeden Meter gekämpft, mit dem sich die Häuser im Norden der Reihe aus Eschen, Linden, Ahorn, Eichen und anderen Büschen und Bäumen nähern dürfen. Nach vielen Debatten und sogar einer Änderung des Bebauungsplans hatte der Gemeinderat beschlossen: Der Abstand zum Hag muss neun Meter betragen. Diese Entscheidung wurde in Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde im Landratsamt so getroffen. Inzwischen hat die Gemeinde den Hag an Familie Schmidbauer übereignet.

Zur jüngsten Sitzung lag dem Ortsplanungsausschuss der Antrag eines Grundstücksbesitzers vor, der den Neun-Meter-Abstand auf nur sieben Meter verkürzt haben wollte. „Das können wir nicht machen, denn um die neun Meter haben wir hart gekämpft“, machte Bürgermeister Georg von Preysing (CSU) gleich zu Beginn der Diskussion deutlich. Er erinnerte daran, dass ursprünglich sogar 13 Meter geplant waren und die neuen Meter ohnehin schon ein Kompromiss seien. Bauamtsleiterin Christine Lang empfahl dem Ausschuss, dem Antrag nicht zu folgen, auch wenn dadurch die Gärten der Bauherrn entlang des Hags kleiner ausfallen. Schließlich darf die Abstandszone nicht als Garten, sondern nur als extensive Wiese genutzt werden. Lang verwies darauf, dass die Neun-Meter-Regel ausdrücklich im Bebauungsplan aufgeführt sei.

Preysing zeigte wenig Verständnis für den Antrag. „Wenn jemand seinen Grundstückskauf rückabwickeln möchte, dann ist das kein Problem. Wir haben noch 30 weitere Bewerber auf der Liste.“ Auch Vize-Bürgermeister Georg Rabl (FWG) hielt nichts von einer Verringerung der Abstandszone. „Wir sollten bei neun Metern bleiben, denn darum haben wir hart gekämpft“, sagte Rabl. Außerdem gäbe es genug Möglichkeiten, sich seinen Garten schön herzurichten. Das komplette Gremium war einer Meinung: Es bleibt bei neun Metern.

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