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Da sollen die zwei Mehrfamilienhäuser hin: Wiese hinter dem Gmunder Bauhof.

Die Gemeinde weiß auch schon wohin

Gmund will 14 neue Wohnungen bauen

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Gmund – Günstiger Wohnraum ist in Gmund Mangelware. Dazu kommen Flüchtlinge, die dringend eine Bleibe brauchen. Die Gemeinde plant deshalb zwei Mehrfamilienhäusern voran.

Wohnbauprojekt in dieser Größe hat es in Gmund noch nie gegeben: Die Gemeinde baut auf einem eigenem Grundstück hinter dem Bauhof an der Hirschbergstraße zwei Mehrfamilienhäuser. 

22,86 mal 12,50 Meter misst jedes Haus in der Grundfläche, auf zwei Stockwerken sind jeweils sieben Wohnungen in unterschiedlichen Größen vorgesehen. 2200 Quadratmeter Fläche werden dafür insgesamt benötigt. Erste Kostenschätzung für das Projekt: 3,4 Millionen Euro. Im aktuellen Haushalt hat die Gemeinde eine Teilsumme von 600 000 Euro schon eingeplant. 

Einen ersten Planentwurf ließ sie ebenfalls schon zeichnen und hat damit in der Regierung von Oberbayern vorgesprochen. Sie will vom Kommunalen Förderprogramm zur Schaffung von Mietwohnungen profitieren, das von der Regierung angeboten wird. „Wir hoffen, dass unser Vorhaben mit 30 Prozent gefördert wird“, erklärt Kämmerer Georg Glas auf Nachfrage. Zudem werde die Gemeinde für 60 Prozent der Kosten wohl ein günstiges Darlehen bekommen. 

Günstige Rahmenbedingungen also für ein Projekt, mit dem die Gemeinde dem Wunsch der Regierung zur Schaffung von Wohnraum entspricht. Zudem soll alles ganz schnell gehen. „Die Regierung hat uns ein unkompliziertes Genehmigungsverfahren versprochen“, erklärt Ludwig Bergmann vom Bauamt Gmund. 

Daher macht die Gemeinde zügig ihre Hausaufgaben: Sie lässt gerade einen Bauantrag erarbeiten, der in der Mai-Sitzung des Gemeinderats behandelt werden soll. „Schon im Juli wollen wir mit dem Bau beginnen können“, sagt Bergmann. Im Ortsplanungsausschuss am Dienstagabend wurde der planungsrechtliche Rahmen geschaffen. Ein bestehender Bebauungsplan wurde aufgehoben. 

Dann wurden die Grenzen für einen neuen Bebauungsplan abgesteckt, in dem die beiden Mehrfamilienhäuser liegen werden. Franz von Preysing (CSU) stellte zur Diskussion, ob es nicht günstig wäre, den Bebauungsplan gleich größer zu fassen, „dann müssen wir den Plan nicht bei jedem Antrag ändern“. 

Die Gemeinde wird nun Grundstückseigentümer anschreiben, um eventuelle Bauwünsche abzuklären. Fest steht schon jetzt: In den Mehrfamilienhäusern werden nicht nur anerkannte Flüchtlinge einziehen. Auch sozial schwächere Gmunder sollen hier günstigen Wohnraum bekommen. 

Wie genau die Aufteilung erfolgt, ist noch offen. Gmund kann aktuell bereits eine Vielzahl an günstigen Wohnungen anbieten: Rund 100 Wohnungen stehen zur Verfügung. „Und die Liste der Bewerber“, weiß der Kämmerer, „ist noch ziemlich lang.“

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