+
Es geht voran: Eines der beiden neuen Gemeindehäuser an der Hirschbergstraße ist schon unter Dach, die Baugrube für das zweite wird gerade ausgehoben.

Sie sind bis Jahresende bezugsfertig 

Gmunder Asylhäuser: Wer bekommt die Wohnungen?

  • schließen

Vier Wohnungen für anerkannte Asylbewerber, zehn für Einheimische mit kleinem Geldbeutel: Bis zum Jahresende sollen die beiden Gmunder Gemeindehäuser fertig sein. Nur wer bekommt sie?

Gmund – Das östliche Haus ist unter Dach, daneben klafft schon die Baugrube für das westliche. „Wir liegen voll im Zeitplan“, stellt Gmunds Bürgermeister Georg von Preysing zufrieden fest. Bis zum Jahresende sollen die beiden Mehrfamilienhäuser an der Hirschbergstraße bezugsfertig sein. Wie berichtet, entstehen in der Nähe des gemeindlichen Bauhofs 14 Wohnungen, eine davon behindertengerecht, sowie Tiefgaragen. 4,2 Millionen Euro kostet das Projekt insgesamt. Allerdings bekommt Gmund eine staatliche Finanzspritze von 30 Prozent der Kosten, 1,3 Millionen Euro können über ein günstiges Darlehen finanziert werden.

Wie hoch die Mieten am Ende sein werden, kann Preysing noch nicht sagen. Aber klar ist: Die Gemeinde Gmund will mit dem Projekt Bürgern helfen, denen das Geld für eine Wohnung auf dem freien Markt fehlt. „Kostendeckend wird das wohl eher nicht“, meint Preysing.

Zehn der 14 Wohnungen sind für finanziell schwache Einheimische bestimmt, vier für Geflüchtete mit bewilligtem Asylantrag. Grundrisse und Größen der Wohnungen unterscheiden sich: So können sowohl Familien mit Kindern als auch Alleinstehende einziehen. „Wir haben ja auch viele Senioren, die nach dem Tod des Partners eine kleine, bezahlbare Wohnung suchen“, erklärt der Bürgermeister. Es gibt viele Anfragen im Rathaus, sogar eine Warteliste. Um dem Rechnung zu tragen, ist schon das nächste Projekt in Planung. Die Gemeinde wird ein altes Haus in Ostin abreißen und durch einen Neubau mit sechs Wohnungen ersetzen. Insgesamt besitzt die Kommune rund 90 Wohnungen. Ein Teil davon bedarf jedoch einer Sanierung.

Über die Vergabe der begehrten Neubauwohnungen an der Hirschbergstraße entscheidet allein die Gemeinde. Die Ausschreibung solle im Sommer über den Gemeindeboten erfolgen, kündigt der Bürgermeister an. Bis dahin will der Gemeinderat auch festlegen, nach welchen Kriterien die Wohnungen vergeben werden. Preysing geht davon aus, dass die vier Wohnungen für anerkannte Asylbewerber reichen, um die gemeindliche Pflicht zu deren Unterbringung zu erfüllen. Schließlich lebten auch bereits einige in gemeindlichen Wohnungen.

jm

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Majestätischer Aufmarsch zur Eröffnung
Mit majestätischen Bläserklängen ist am Donnerstagabend die 45. Tegernseer Woche eröffnet worden. Die Chiemgauer Bläsergruppe Rupertiblech führte das Publikum zurück in …
Majestätischer Aufmarsch zur Eröffnung
Kindergarten soll zwölf Monate im Jahr offen haben
Eigentlich bat der Kindergarten in Bad Wiessee nur um einen Zuschuss. Doch den Antrag nahm der Gemeinderat zum Anlass, um einen Wunsch loszuwerden. Es geht um die …
Kindergarten soll zwölf Monate im Jahr offen haben
Gemeinde will Holzfäller-Hütte wieder loswerden
Das Projekt „Zeiselbach Winterstube“ ist für Bad Wiessee gestorben. Die Gemeinde will den Pachtvertrag für die einstige Forstarbeiter-Hütte kündigen. Das Ende einer …
Gemeinde will Holzfäller-Hütte wieder loswerden
Ein Mal quer durch den See
Radfahren, Laufen, Segeln – in diesen Disziplinen ist der Tegernsee bereits präsent. Jetzt kommt das Langstreckenschwimmen.
Ein Mal quer durch den See

Kommentare