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Gut Schwärzenbach  ist die  Bildungs- und Tagungsstätte von BMW.

Für Um- und Neubau zwei Jahre lang geschlossen

Gut Schwärzenbach: BMW poliert die Denkschmiede auf

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Gut Schwärzenbach ist die Denkschmiede von BMW. Das soll so bleiben. Mit riesigem Aufwand macht BMW das Gut fit für die Zukunft. Dafür schließt es zwei Jahre lang.

Gmund„Der Ort hier ist sehr besonders“, sagt Kirsten Heinrichs, Projektbetreuerin bei der BMW-Immobilienverwaltung. Liebliche Landschaft, weiter Blick, Ruhe. Hierhin ziehen sich die Entscheider des Weltkonzers BMW zurück, um über die automobile Zukunft nachzudenken. Viele strategische Entscheidungen sind hier gefallen. In den vergangenen Monaten hat man bei BWM auch über das Gut selbst viel nachgedacht. Und eine Entscheidung getroffen: Schwärzenbach bleibt die BMW-Denkschmiede, auch für kommende Generationen. Aber weil sich Arbeitsweisen ändern, entsteht es quasi neu. Mit lichten Strukturen, versetzten Ebenen, mit vielen Möglichkeiten, im Team zu arbeiten und Workshops nach draußen zu verlagern. „Es ist ein klares Bekenntnis für den Standort am Tegernsee“, erklärt Heinrichs. Geboren ist das neue Konzept aus den Wünschen der Mitarbeiter. Mit der Führungsmannschaft hat Heinrichs intensive Gespräche geführt.

Wie berichtet, hat der Gmunder Bauausschuss die Planung jüngst in nicht öffentlicher Sitzung abgesegnet. Vor Kurzem präsentierte BMW die Skizze bei einem Info-Abend nicht nur Mitarbeitern, sondern auch den Nachbarn. Der Entwurf des Architekturbüros Arnold/Werner ist das Ergebnis eines Wettbewerbs und sieht den Abriss des alten Wohnhauses vor. An seiner Stelle entsteht ein mit Holz verkleideter Anbau, der an einen Stadel erinnert. Darin sind offen gestaltete Räume für Tagungen und Workshops vorgesehen. Auch die Gastronomie findet dort Platz.

Das Hauptgebäude, als Seminarhotel konzipiert, wird zum reinen Bettenhaus. Die Zahl der Gästezimmer steigt damit von 40 auf 80. Äußerlich ändert sich an dem Gebäude kaum etwas. Von innen schon: Das Haus bekommt eine Komplett-Sanierung.

„Das Ganze wird nicht wesentlich größer, als es jetzt ist“, erklärt Heinrichs. Gut Schwärzenbach soll ein Ort bleiben, an dem BMW interne Workshops und Tagungen ausrichtet. Meist halten sich etwa 80 bis 100 Gäste gleichzeitig auf dem Gut auf. Daran ändert sich auch nichts. Aber: Künftig können alle Tagungsteilnehmer auch in der Bildungsstätte übernachten. „Es war ein großer Wunsch, dass alle unter einem Dach schlafen können“, berichtet Heinrichs. Das war bisher nicht möglich. Darum wird die Zahl der Gästezimmer nun verdoppelt.

Die Tagungsteilnehmer kommen aus BMW-Niederlassungen auf der ganzen Welt an den Tegernsee. Gerade Gäste aus China und Indien genießen den Aufenthalt in Bayern. „Die Lage macht das Haus attraktiv“, weiß Christine Künzler, Leiterin von Gut Schwärzenbach. Mit einem Team von 22 Mitarbeitern sorgt sie für ein behagliches Ambiente. Und das fast das ganze Jahr hindurch: Die BMW-Bildungsstätte ist 46 Wochen pro anno geöffnet.

Bis kurz vor Weihnachten wird der Betrieb weitergehen wie gewohnt. „Bis dahin haben wir noch Reservierungen, die wir bedienen wollen“, erklärt Künzler. Danach schließt die Bildungsstätte – für zwei Jahre. Während des großen Umbaus ist kein Betrieb möglich. Der Abbruch des früheren Wohnhauses soll nach Möglichkeit noch im Winter erfolgen. Danach beginnen die Arbeiten für den Neubau. Geht alles nach Plan, wird die Wiedereröffnung im Jahr 2021 erfolgen.

Noch mehr als zuvor soll die Landschaft dann Inspiration für die Menschen sein, die dort tagen. Die Natur einzubinden und stärker erlebbar zu machen, ist ein Teil des neuen Nutzungskonzepts. Ebenso wie die flexiblen Arbeitsmodelle, die dank der Split-level-Bauweise leichter umsetzbar sind. Heinrichs ist von der Umbauplanung überzeugt: „Wir glauben, dass wir einen großen Mehrwert haben.“

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