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Als „totalen Fremdkörper, der nicht ins Ortsbild passt“, hatte der Ortsplanungsausschuss das geplante Haus am Wascherhof abgewatscht.

Gegen den Willen der Gemeinde

Wohnhaus am Wascherhof darf gebaut werden

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Gmund - Wie geplant kann ein Bauherr in Finsterwald ein Wohnhaus in unmittelbarer Nachbarschaft zum historischen Wascherhof errichten. Das Landratsamt hatte das letzte Wort - und hat der Gemeinde widersprochen.

Das Kräftemessen um den Bau eines geplanten Wohnhauses am Wascherhof in Finsterwald ist beendet. Sieger ist das Landratsamt Miesbach. Wie Bürgermeister Georg von Preysing (CSU) am Ende der jüngsten Ortsplanungsausschuss-Sitzung bekannt gab, hat die Kreisbehörde jetzt den ablehnenden Beschluss der Gemeinde Gmund durch seine Zustimmung ersetzt. Der Bauherr kann damit sein Wohnhaus wie geplant errichten.

Ein höchst umstrittener Bau: Wie berichtet, entspricht der auf einer Obstbaum-Wiese am ehemaligen Wascherhof geplante Bau ganz und gar nicht dem Geschmack der Gemeinde. Das rechteckige, 20 mal 6,80 Meter große Haus verfügt über zwei Geschosse, ist komplett mit senkrechten Holzlatten verschalt, hat unsymmetrisch angeordnete Fenster und eine Garage, die in der schnörkellosen Schachtel steckt. Als „totalen Fremdkörper, der nicht ins Ortsbild passt“, hatte der Ortsplanungsausschuss das Haus abgewatscht.

Das Landratsamt hält das Haus jedoch für machbar und gab der Gemeinde die Möglichkeit, seine ablehnende Haltung zu überdenken. Gmund blieb aber dabei und lehnte den Bauantrag ein zweites Mal ab. Dass Rathauschef Preysing dabei den Geschmack von Kreisbaumeister Werner Pawlovsky kritisierte, veranlasste das Landratsamt in Folge zu einer schriftlichen Stellungnahme. Darin wurde betont, dass sich das Bauvorhaben in die umliegende Bebauung sehr wohl einfüge und die Pläne nicht im Widerspruch zur örtlichen Gestaltungssatzung stünden. Die Rechtslage sei eindeutig, so das Landratsamt, das jeden Vorwurf einer willkürlichen Genehmigung von sich wies.

Dieses Kapitel wird nun geschlossen. Preysing betonte jedoch am Ende der Sitzung: „Ich mache ganz bewusst keine weiteren Bemerkungen dazu.“ Dass sich „nicht alles, was sich rechtlich einfügt, auch tatsächlich einfügt“, hatte die Gemeinde bereits so als eigenes Fazit gezogen.

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