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Leuchtender Preis: Kathrin Weber (l.) und Johannes von Miller (r.) vom Vorstand der Schutzgemeinschaft überreichten die Auszeichnung an Christian Wagner (2.v.l.) und Karl Hitzelberger.

Schutzgemeinschaft überreicht Lichtblick

Herzogliches Brauhaus für Maximilian ausgezeichnet

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Der Gasthof Herzog Maximilian in Gmund gilt der Schutzgemeinschaft Tegernseer Tal (SGT) als Lichtblick. Mit dem gleichnamigen Preis zeichnete sie die Herzogliche Brauerei Tegernsee als Bauherrin aus.

Gmund/KreuthDie Verleihung des „Lichtblicks“ stand ganz oben auf der Tagesordnung der Schutzgemeinschaft Tegernseer Tal (SGT), die zur Jahreshauptversammlung in die Naturkäserei Tegernseer Land nach Kreuth geladen hatte. Die Würdigung bekommen alljährlich herausragende Projekte zugesprochen, mit denen sich Bürger um die Schönheit und Einzigartigkeit der hiesigen Kultur und Landschaft verdient machen.

„Dieses Jahr mussten wir nicht lange überlegen, wer unsere Laterne erhalten soll“, verriet SGT-Vorsitzende Angela Brogsitter-Finck und bat die Macher des Maximilian-Projekts auf die Bühne. Dort hätte eigentlich auch Herzogin Anna in Bayern stehen sollen. Doch die hatte sich entschuldigt. Brauerei-Geschäftsführer Christian Wagner und Bauleiter Karl Hitzelberger nahmen die Urkunden entgegen. Brogsitter-Finck würdigte den „rührigen Baudirektor“ Wagner, dem es zu verdanken sei, dass Herzogin Anna das Maximilian erwarb, sowie den Bauleiter und Koordinator Hitzelberger, der den Schandfleck wieder zum ehrwürdigen Gasthof Herzog Maximilian gedeihen ließ.

Brogsitter-Finck erinnerte an die Geschichte des Gasthofes und die Genese seiner Wiederherstellung. „Unter den Beteiligten Herzogin Anna in Bayern, Christian Wagner und Karl Hitzelberger, dem Denkmalamt und der fähigsten Handwerksbetriebe aus dem Tegernseer Tal wurde aus dem Wunder Wirklichkeit“, lobte sie.

Dass Gmund neben Kirche, Rathaus und Schule jetzt wieder einen Dorfmittelpunkt habe, sei ein wahrer Lichtblick. Der Maximilian sei ein Vorzeigegasthaus. „Möge es auch ein Platz sein, in dem die bayerische Kultur gepflegt wird“, schloss Brogsitter-Finck unter Applaus. Kathrin Weber und Johannes von Miller vom SGT-Vorstand überreichten die Urkunden, während die Geehrten dankten und die Festbroschüre, die Heimatpfleger Beni Eisenburg verfasst hatte, an die Mitglieder der SGT verteilten. Von Sepp Kandlinger und seinen Musiker gab es Tusch und ein Prosit.

Weiter ging es mit dem Bericht des Vorstands über die Vereinsaktivitäten der zurückliegenden beiden Jahre. Meist ging es um Stellungnahmen gegen Großprojekte. „Bürgerliches Engagement lohnt sich“ resümierte Brogsitter-Finck und führte die Verhinderung des Tagungshotels innerhalb der Mauern des Klosters Benediktbeuern und den Aufschub der Baumaßnahmen am Riedberger Horn als Erfolge an, für die sich die SGT auch eingesetzt hatte. Die Flächenversiegelung sei die Schattenseite der florierenden Wirtschaft, sagte sie und sprach sich vehement gegen die Frischzellenklinik und die Planungen im Bereich der benachbarten Villa Rosa an der Perronstraße aus. Auch den Abriss des Tegernseer Feuerwehrhauses, die Planungen der Orthopädischen Klinik, den Westerhof-Neubau, das Almdorf sowie den Hotel- und Wohnungsbau am ehemaligen Tegernseer Krankenhausprojekt prangerte sie an. Skeptisch zeigt sich Brogsitter-Finck gegenüber dem neuen Jodbad und den Strüngmann-Plänen, hoffte aber dass das „neue Wildbad Kreuth“ mit der Philosophie des Bergsteigerdorfs einhergehen werde. Ihre Unterstützung versprach sie der Waakirchner Initiative, die sich für die Tunnellösung in ihrem Ort einsetzt. „Wir sind keine Träger öffentlicher Belange“, sagte sie an die Mitglieder gerichtet, „wir können nur sensibilisieren. Und wenn Ihr Euch kümmert, können wir auch was bewegen.“

Bevor der Rottacher Klaus Altmann mit seinem Bericht von Rodungen am Rottach-Damm eine hitzige Diskussion über die Kompetenz des Wasserwirtschaftsamts entfachte, schritt man zur Neuwahlen des Vorstands. Angela Brogsitter-Finck wurde als Vorsitzende bestätigt, Kathrin Weber als erste Stellvertreterin und Johannes von Miller als zweiter Stellvertreter. Andrea Schack bleibt Schatzmeisterin. Neu zum ersten und zweiten Schriftführer gewählt wurden Markus Staudacher und Dieter Jung.

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