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Hoffte damals auf eine Garage für sein Fluggerät, heute vergeblich auf eine Wohnung: Nikolaus Bernlochner (r.).

„Würden Präzedenzfall schaffen“

Hubschrauber-Landeplatz darf keine Wohnung werden

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Vor fünf Jahren hatte Nikolaus Bernlochner mächtig Staub im Gmunder Gemeinderat aufgewirbelt: Damals mit einem Landeplatz für seinen Mini-Hubschrauber. Seinem neuen Plan mussten die Gemeinderäte eine Absage erteilen.

Gmund - Der Physiotherapeut wollte eigentlich nur eine Garage in Festenbach bauen, um dort seinen ultraleichten Tragschrauber unterzustellen.Damit löste er aber eine Debatte über die Landeerlaubnis und die Flugdienste seiner Firma aus. Inzwischen ist wieder Ruhe eingekehrt, die Garage wurde 2013 tatsächlich gebaut. Bernlochner möchte darin aber nicht länger seinen Tragschrauber unterbringen, sondern eine Wohnung einrichten. Zur jüngsten Sitzung des Ortsplanungsausschusses lag eine entsprechende Bauvoranfrage zur Nutzungsänderung auf dem Tisch. 

Laut Bauamtsleiterin Christine Wild habe die Garage eine Größe von neun mal sechs Meter. „Die Hürden für die Umnutzung sind schon sehr hoch“, meinte Wild, „denn der Bau steht im Außenbereich und ist nicht privilegiert.“ Würde man die Umnutzung genehmigen, müsse man befürchten, dass weitere Gebäude wie diese Garage hinzukommen. Bürgermeister Georg von Preysing (CSU) fiel die Entscheidung schwer. „Wir würden einen Präzedenzfall schaffen“, befürchtete Preysing. Vize-Bürgermeister Georg Rabl (FWG) war nicht für die Umnutzung, sie würde das Gemeindebild noch weiter zergliedern. Es blieb dem Gremium nichts anderes übrig, als folgende Entscheidung zu treffen: Die Garage soll Garage bleiben.

gr

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