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Den Stammsitz an der Wiesseer Straße will der Diakonieverein nicht aufgeben.

Erweiterung des Angebots geplant

Immobilie gesucht: Diakonieverein will noch mehr bieten

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Seniorenhilfe, Krankenpflege, Kleiderstube, Tafel: Die Dienste des Gmunder Diakonievereins sind gefragt. Um sein Angebot noch ausbauen zu können, sucht der Verein nach einer weiteren Immobilie.

Gmund„Es werden immer mehr soziale Leistungen nötig“, sagt Eberhard Ziegler (73). Seit rund 20 Jahren steht er an der Spitze des Gmunder Diakonievereins. In der laufenden Vorstands-Amtszeit will er ein großes Projekt auf den Weg bringen: ein weiteres Haus. Aktuell sucht der Verein nach einem Gebäude oder Grundstück im Tegernseer Tal. Eine Anzeige im Gemeindeblatt brachte einige Resonanz. „Aber das Passende war noch nicht dabei“, meint Ziegler. Er sei inzwischen mit den Bürgermeistern im Tegernseer Tal und Waakirchen im Gespräch. 

Das entspricht dem Wirkungskreis des Diakonievereins. Seinen Sitz hat er in Gmund, aktiv ist der Verein aber im gesamten Gebiet. Das Team besteht aus 45 Mitarbeitern, wobei viele in Teilzeit tätig sind, für die nötige Mobilität stehen ein Dutzend Fahrzeuge zur Verfügung. „Das ist schon eine kleine Firma“, meint Ziegler. Für die Führung zeichnet ein ehrenamtliches Vorstandsteam verantwortlich, zu dem neben Ziegler auch Bettina von Bechtolsheim, Friederike Enders, Henni Höh, Friedrich Sieghart Herbst, Inge Wagner, Monika Peikert und Dieter Ahlborn gehören. „Wir treffen uns wöchentlich“, berichtet Ziegler. Die Vorstellungen, wie die Entwicklung der kommenden Jahre aussehen soll, sind schon ziemlich konkret. Vor allem die Tagespflege für an Demenz Erkrankte will der Verein noch ausbauen. „Da haben wir sehr viele Nachfragen“, berichtet Ziegler.

 Weil der Platz am Stammsitz des Vereins in Gmund nicht reicht, treffen sich die Gruppen auch in Bad Wiessee und Schaftlach. Aber nicht nur die Unterstützung für Demenzkranke und ihre Angehörigen wird immer wichtiger. Auch Senioren, die durchaus fit, aber einsam sind, klopfen bei der Diakonie an. So denkt der Verein auch an die Einrichtung von Seniorenwohnungen. „Spruchreif ist das aber noch nicht“, meint Ziegler. Was realisiert werden könne, hänge vor allem auch davon ab, ob der Verein ein passendes Objekt finde. Das erweise sich angesichts der horrenden Preise für Immobilien als schwierig. „Wir müssen schauen, dass wir die Finanzierung hinbekommen“, meint Ziegler.

Am liebsten wäre dem Verein ein Standort nahe am Gmunder Hauptsitz im Anwesen Wiesseer Straße 18. Es gehört der Gemeinde Gmund, die 2014 mit einem Anbau für zusätzlichen Platz sorgte. Dieses Haus will der Verein auch keinesfalls aufgeben, wie Ziegler versichert. Aber der Verein brauche die Möglichkeit der Erweiterung, um sein Angebot ausbauen zu können. Optionen zeichnen sich ab, fix ist noch nichts.

Der zeitliche Rahmen ist mit dem Ende der Vorstandsamtszeit weit gesteckt: Sie währt noch zwei Jahre. Und bei Bedarf macht Ziegler weiter, wie er verrät: „Ob ich aufhöre, hängt davon ab, ob sich ein Nachfolger findet.“

Immobilie gesucht

Wer ein passendes Gebäude oder ein Grundstück anbieten kann, wird gebeten sich beim Diakonieverein zu melden. Ansprechpartnerin ist Verwaltungsleiterin Sonja Rauscher,  0 80 22 / 7 42 04.

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