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Volksfest-Klassiker zu Mitnehmen: Viele Tal-Bürger haben die Gelegenheit schon genutzt und sich am Volksfestplatz in Gmund ein Hendl oder einen Steckerlfisch geholt.

Festwirtsfamilie trotz Absage in Gmund präsent

„Volksfest zum Midnehma“ ist erfolgreich angelaufen

  • Gabi Werner
    vonGabi Werner
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Das Volksfest in Gmund fällt wegen der Corona-Krise ins Wasser. Doch auf Hendl und Steckerlfisch müssen die Tal-Bewohner nicht verzichten: Das „Volksfest zum Midnehma“ ist erfolgreich angelaufen. 

Update vom Sonntag, 3. Mai, 14.47 Uhr:

Das Volksfest „to go“ in Gmund ist erfolgreich angelaufen. Zahlreiche Tal-Bürger haben die Gelegenheit schon genutzt und sich an den Ständen der Familien Fahrenschon und Lang mit Hendl, Steckerlfisch, Schokofrüchten und gebrannten Mandeln eingedeckt. Am Donnerstag kamen vor allem viele Gmunder Senioren, die den Gutschein einlösten, den die Gemeinde normalerweise zum traditionellen Seniorennachmittag im Festzelt spendiert.

Trotz Corona mit Mund-Nasen-Maske und Abstandhalten: Ein netter Ratsch und das eine oder andere Wiedersehen mit alten Bekannten sorgten für willkommene Abwechslung im Corona-Alltag.

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Ursprünglicher Artikel vom 24. April:   

Gmund – Auch das Volksfest in Gmund gehört zu den Opfern der Corona-Krise. Erstmals in seiner Geschichte wurde es heuer ersatzlos gestrichen. Für die Wirtsfamilie Fahrenschon wäre der Termin am Tegernsee vom 7. bis 11. Mai der Saison-Auftakt gewesen. Sie sorgt nun für ein kleines Trostpflaster: mit dem „Volksfest zum Midnehma“.

„Mir geht es darum, für die Bürger da zu sein und ihnen Lebensfreude und ein Stückchen Normalität zurück zu geben“, sagt Festwirt Christian Fahrenschon. Deshalb wird er mit seiner Familie vom 30. April bis 10. Mai am Gmunder Volksfestplatz präsent sein und alle Bierzeltklassiker – vom knusprigen Hendl über die Schweinshaxn bis hin zum Steckerlfisch – zum Mitnehmen anbieten. An den Sonntagen und am 1. Mai wird Fahrenschon sogar bayerische Enten grillen. Ein Volksfest „to go“ sozusagen. An einem zweiten Stand gibt es Süßwaren: gebrannte Mandeln, Schokofrüchte und einiges mehr.

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Anfang nächster Woche werden die Fahrenschons mit dem Aufbau in Gmund beginnen: Sie bringen die Hütte mit, die normalerweise beim Rosenheimer Christkindlmarkt zum Einsatz kommt. „Natürlich ohne Weihnachts-Deko“, sagt Claudia Fahrenschon und schmunzelt.

Festwirts-Familie möchte Betrieb trotz Absagen am Laufen halten

Doch der Hintergrund ist ein ernster. Die Festwirts-Familie aus Rosenheim möchte mit der Aktion ihren Betrieb trotz der Corona-bedingten Absagen am Laufen halten und auch den Mitarbeitern eine Perspektive bieten. „Es ist ein Versuch“, sagt Claudia Fahrenschon. „Wir haben so etwas auch noch nie gemacht.“ Die Familie hofft, dass sie im Laufe des Sommers – wenn auch die Gastronomie wieder öffnen darf – wenigstens ihre Biergärten in den Volksfestorten aufbauen darf. „Ich denke da vor allem an die Bedienungen und die Schausteller“, sagt die Wirtin. Die hätten derzeit überhaupt keine Einnahmen – „das sind die Allerärmsten“.

Volksfest-Klassiker „to go“ können auch vorbestellt werden

Täglich von 11 bis 20 Uhr können die Volksfest-Klassiker abgeholt werden. Bestellungen sind möglich unter Telefon 08031/4092102.

Hier finden Sie eine Volksfest-Bilanz aus dem Jahr 2919: Weniger Besucher, aber viel Hunger und Durst

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