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Neue Attraktion am Tegernsee: In Seeglas dreht sich bald ein Riesenrad

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Von: Gerti Reichl

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Dieses Riesenrad wird am Reserve-Parkplatz in Seeglas aufgebaut.
Dieses Riesenrad wird am Reserve-Parkplatz in Seeglas aufgebaut. © Rainer Nitzsche

Das Tegernseer Tal darf sich auf eine neue Attraktion freuen: Schausteller- und Wirte-Familie Fahrenschon stellt in Seeglas ab 30. April für acht Wochen ein Riesenrad auf. Und dann ist da noch das Volksfest, das vom 12. bis 16. Mai nach zweijähriger Pause wieder stattfindet.

Gmund – Es ist 25 Meter hoch, bietet damit einen perfekten Rundumblick und wird ab 30. April für acht Wochen die neue Attraktion im Tegernseer Tal. Familie Fahrenschon, Schausteller, Festzeltbetreiber und Wirtsleute in fünfter Generation, wird das Riesenrad auf der Erweiterungsfläche neben dem Parkplatz Seeglas aufstellen. Täglich von 11 bis 21 Uhr werden sich die 16 Gondeln mit bis zu vier Plätzen drehen – zum Mitfahrpreis von vier Euro für Erwachsene und drei Euro für Kinder.

Die Wirtefamilie (v.l.) Claudia, Maximilian, Christian und Anna-Maria Fahrenschon betreibt auch das Gmunder Volksfest.
Die Wirtefamilie (v.l.) Claudia, Maximilian, Christian und Anna-Maria Fahrenschon betreibt auch das Gmunder Volksfest. © Rainer Nitzsche

Es war eigentlich Sohn Maximilian Fahrenschon (29), der die Idee für das Riesenrad hatte und sich auf die Familiengeschichte besann. „Das Urgeschäft unserer Familie war schon 1886 ein etwa zehn Meter hohes, sogenanntes Russen-Rad“, berichtet Vater Christian Fahrenschon (58). „Maximilian fand, dass man das wiederbeleben müsste. Weil Riesenräder auf kleineren Festen zudem oft fehlen, hat er eines gekauft.“

Ein Riesenrad in Gmund: Bald auch rings um den See?

Und das kommt jetzt nach Gmund. Weil die Gemeinde findet, dass die Reserve-Parkfläche in Seeglas dafür gut geeignet ist und auch die Hinterlieger nicht beeinträchtigt sein dürften, gab sie das Okay. „Das wird eine schöne Attraktion“, ist Bürgermeister Alfons Besel schon jetzt überzeugt. Das Angebot, bisher einmalig im Tegernseer Tal, solle Einheimischen und Ausflüglern eben auch Freude bereiten in diesen Zeiten. Christian Fahrenschon ist überzeugt, dass das Riesenrad ein riesiger Erfolg wird – wie in Rosenheim, wo sich das Rad noch bis Ende der Woche dreht und auch ein beliebtes Fotomotiv ist. „Wir fangen in Gmund mal an, vielleicht können wir damit sogar rings um den Tegernsee wandern.“

Fast parallel dazu, von 12. bis 16. Mai, steigt nach zweijähriger Corona-Zwangspause wieder das Volksfest. Dass die Fahrenschons in ihrem Festzelt mit überdachtem Biergarten nicht 2000 Sitzplätze wie bisher, sondern nur zwischen 1500 und 1800 Plätze bieten werden, ist nicht eventuellen Corona-Regeln geschuldet, die es in der Gastronomie ohnehin nicht mehr gibt. „Ich hab’ zu wenig Servicepersonal“, gesteht Fahrenschon, der seit 2013 das Volksfest in Gmund betreibt. „Speziell für den Eröffnungsabend und den Seniorennachmittag könnte ich noch Leute brauchen“, sagt der Festwirt, der sich über Bewerbungen freuen würde.

Ebenfalls noch nicht ganz in trockenen Tüchern ist der Vergnügungspark. „Einige Kollegen haben kurzfristig wegen Krankheitsfällen abgesagt“, berichtet Fahrenschon. Er versichert aber, dass mit Ketten- und Kinderkarussell, Autoscooter, Schießbude und Süßwarenständen – so der aktuelle Stand – für jeden Geschmack etwas dabei sein dürfte.

Volksfest in Gmund: Maß Bier und halbes Hendl unter zehn Euro

Dies gilt auch im „gut durchlüfteten“ Festzelt, wo „wie gehabt“ Schmankerl wie Schweinshaxn, Currywurst, Brotzeiten und vor allem Hendl serviert werden. Weil er sie frisch aus Niederbayern bezieht, gebe es hier keine Lieferengpässe, so der Festwirt. Bei den Preisen schaut Fahrenschon darauf, dass das Gmunder Volksfest ein Fest wird, das sich auch die Familien noch leisten können. 9,60 Euro werden sowohl das halbe Hendl als auch die Maß Bier kosten. „Wir bleiben damit, im Gegensatz zu allen Festen im Münchner Raum, unter der Zehn-Euro-Grenze.“ Ukrainer, die sich als solche ausweisen können, spendiert der Wirt eine Maß Bier und eine Brotzeit.

„Wir freuen uns, dass wir endlich wieder unserem Beruf nachgehen können“, sagt der Festwirt, was Rathauschef Besel nachvollziehen kann. Er wird am Donnerstag, 12. Mai, nach dem Standkonzert um 18 Uhr am Rathaus mit der Gasteiger Blasmusik und dem Einzug um 19 Uhr anzapfen. „Das Volksfest ist ein Zeichen, dass man wieder beinand’ sitzen kann“, sagt Besel. Die Ukraine-Situation werde nicht vergessen, doch das Volksfest diene auch dazu, Kräfte zu tanken.

Lesen Sie hier: Das läuft mit Volksfesten in Miesbach und Hausham.

Volksfest in Gmund mit buntem Programm

Geöffnet ist täglich ab 12 Uhr, am Sonntag ab 11 Uhr, abends bis 22.30 Uhr, Musik spielt bis 22 Uhr, an einem Abend ist erst um 23 Uhr Schluss. Familientag mit Kasperltheater (Freitag), Jugendtrachtler-Treff und Party mit den Cagey-Strings (Samstag), Altbayerischer Festtag (Sonntag), Seniorennachmittag und Kesselfleischessen (Montag) gehören zum Programm.

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