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Auf Gut Kaltenbrunn herrscht noch rege Bautätigkeit. Oben (Mitte) das Gesindehaus, rechts der ehemalige Rinderstall, parallel zur Bundesstraße der Zwischenbau und der Pferdestall, links der Königsbau.

Neuer Biergarten, mehr Parkplätze, viele Baustellen

Kaltenbrunn: Wie Käfer aus seinen Fehlern lernt

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Gmund – Am Donnerstag öffnet ein neuer Biergarten mit Seeblick auf Gut Kaltenbrunn. Bei den anderen Baustellen wird noch auf Hochtouren gearbeitet - alles ist ein großer Lernprozess.

Im Jahr zwei seit der Wiedereröffnung von Gut Kaltenbrunn durch den Münchner Feinkost-König Michael Käfer ist schon wieder vieles anders. Markus Kemeter etwa ist neuer Geschäftsführer und soll dafür sorgen, dass der Laden läuft. „Wir lernen jeden Tag dazu“, gesteht der 50-Jährige.

Neuer Biergarten - "Es ist alles ein Lernprozess"

Der neue Biergarten, der am morgigen Donnerstag ab 11 Uhr öffnet, ist ein Ergebnis dieses Lernprozesses. Weil der Familien-Biergarten am Hang im ersten Jahr nicht funktionierte und im ganzen Tal als Zwei-Klassen-Biergarten verschrien war, hat Michael Käfer reagiert: Wo bisher Räder abgestellt wurden, stehen nun urige Tische und Bänke aus dicken Holzstämmen. Mittendrin ein Kräutergarten, aus dem die Köche frisches Grünzeug zupfen. In einer Holzhütte gibt’s typische Biergarten-Schmankerl: Hendl, Würstl, Fleischpflanzerl, Obazdn, Brotzeit-Brettl, Bier. „Jetzt steht der Biergarten am definitiv schönsten Platz“, ist Kemeter überzeugt. Warum nicht gleich ein Biergarten an dieser Stelle geplant wurde – Kemeter weiß es nicht: „Ein Lernprozess.“

Bis zu 600 Leute passen in den SB-Bereich

Der Familien-Biergarten, der künftig einfach nur Biergarten heißt, wurde ebenfalls neu möbliert, die Anordnung der rustikalen Holz-Garnituren entzerrt. Für welche Farbe man sich bei den Sonnenschirmen entscheiden wird, sei noch offen. Fest steht aber, dass der Spielplatz noch deutlich vergrößert wird.

Der neue Biergarten ist rustikal gehalten.

Abgesehen vom Gast-Garten mit Bedienung rund ums Haupthaus, können sich 500 bis 600 Besucher in den beiden Biergärten tummeln. Weil die aber möglichst in der Nähe parken möchten und die wilde Parkerei am Straßenrand 2015 teils chaotische Ausmaße angenommen hatte, legt Käfer nun einen neuen Parkplatz an – Baustelle Nummer zwei: 

Neuer Parkplatz im Bau

Oberhalb der Bundesstraße, auf einer bisher an das Wackersberger Gut Bohmerhof verpachteten Wiese, sollen künftig 120 bis 150 Autos parken. „Das wird keine Asphaltfläche, sondern ein sehr naturnaher, ordentlicher und zukunftsfähiger Parkplatz“, verteidigt Kemeter die Baumaßnahme. Die Genehmigung liege noch nicht vor, „aber wir hatten vor Kurzem Gespräche mit der Gemeinde und dem Landratsamt und haben nur positive Signale bekommen“. Wichtig sei, dass der Parkplatz, der von Michael Käfer in Eigenregie angelegt werden muss, noch vor dem Hauptgeschäft im Sommer zur Verfügung steht.

Käfer zeigt sein Riesen-Projekt am Tegernsee

Und so geht es mit der Sanierung weiter

Baustelle Nummer drei: die Sanierung von Rinder- und Pferdestall, Remise und Gesindehaus. „Wir sind im Zeitplan“, erklärt Antonia Asenstorfer als Sprecherin der Blue Lion GmbH von Besitzerin Alexandra Schörghuber kurz und bündig. An allen Ecken und Enden sind die Firmen am Werk. 

Augenblicklich wird das Dach des ehemaligen Rinderstalls erneuert, im Inneren werden die Säulenhalle im Erdgeschoss und die Tenne im Obergeschoss saniert. „Dieser Trakt steht ab Herbst für Veranstaltungen zur Verfügung“, so Asenstorfer. Der schnörkellose Verbindungsbau mit Flachdach zum Pferdestall steht und wird ausgebaut. Toiletten und Versorgungselemente sind hier eingeplant. Der Pferdestall bekommt im Obergeschoss eine durchgängige Eventfläche, unten befinden sich Lagerflächen. Die Remise, auch als Ärztehaus bekannt, muss nur geringfügig umgebaut werden. Das Gesindehaus in vorderster Reihe zum See ist äußerlich schon auf Vordermann gebracht.

Nutzung? Nach wie vor nicht geklärt

Wie die weiteren Gebäudeteile genutzt werden, ist noch offen – Baustelle Nummer vier. „Es gibt verschiedene Ansätze für Pferdestall, Gesindehaus und Remise, aber wir haben uns noch nicht festgelegt“, sagt Geschäftsführer Kemeter. Komplett fertig soll alles 2017 sein.

Ideen hat Michael Käfer viele – und ständig neue. Schließlich sollen die Besucher nicht nur essen und trinken, sondern auch schauen und staunen. Wie berichtet, schwebt ihm ein Lehrpfad für Kinder vor, ein Obst- und Gemüsegarten, ein Bienenstand. Von einem Hofladen war schon die Rede. Wie Käfer kürzlich beim Tag des Tourismus erklärt hat, soll Kaltenbrunn ein Ort der Nachhaltigkeit werden. Wo genau die von Käfer für heuer schon angekündigte Schaupresse für Obstsäfte ihren Platz bekommen soll, ist ebenfalls noch offen – Baustelle Nummer fünf.

gr

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