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Das ehemalige Räucherhaus unterhalb des Gesindehauses wird zum Event-Raum umgebaut.

Rottacher Grünen-Gemeinderat wettert über Parkplatz-Pläne

Noch mehr Events in Kaltenbrunn - und wo wird geparkt?

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    Christina Jachert-Maier
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Gmund/Rottach-Egern - Kaltenbrunn bekommt wieder einen neuen Event-Raum: Das ehemalige Räucherhaus wird umgebaut. Doch wohin mit den Autos? Jetzt wird Protest gegen die Parkplatz-Pläne laut.

Baustein für Baustein nähert sich Gut Kaltenbrunn seiner Erneuerung. Jetzt ist das ehemalige Räucherhaus dran, es soll in eine weitere Event-Location umgebaut werden. Derweilen sorgt man sich in Rottach-Egern um die Parkplatz-Problematik. Während Sanierung und Umbau des ehemaligen Rinderstalls und des Pferdestalls auf Hochtouren laufen, liegt schon wieder ein neuer Antrag der Blue Lion GmbH von Kaltenbrunn-Besitzerin Alexandra Schörghuber vor. Diesmal geht’s um das ehemalige Räucherhaus, das unterhalb des Gesindehauses am Hang steht. Es soll saniert werden und eine neue Nutzung bekommen: Aus dem Räucherhaus mit einer Nutzfläche von 38 Quadratmetern soll ein weiterer Event-Raum für 20 Personen werden. 

"Umbau dient dem Erhalt"

Im Ortsplanungsausschuss der Gemeinde Gmund, wo der Bauantrag am Dienstagabend zur Diskussion stand, erklärte Bauamtsleiterin Christine Lang die rechtlichen Eckpfeiler: Das Räucherhaus gehöre zum denkmalgeschützten Ensemble. Es liege zwar im Außenbereich, „aber die Nutzungsänderung ist zulässig“, sagte Lang. „Sie dient dazu, den Erhalt sicherzustellen.“ Grünen-Rätin Laura Wagner sorgte sich, ob mit der Genehmigung dann auch der Bau eines weiteren Gebäudes an dieser Stelle, etwa für Toiletten, möglich wäre. Sie stimmte am Ende als Einzige gegen den Antrag. Genau wisse er es nicht, sagte Bürgermeister Georg von Preysing (CSU) dazu, in jedem Fall wäre ein weiterer Bauantrag nötig. 

Wiese soll zum Parkplatz werden

Viel wichtiger aber die Frage: Wohin mit all den Fahrzeugen, die angesichts immer neuer Event-Flächen künftig immer mehr werden? Heuer wurde auch ein weiterer Biergarten eröffnet, also neue, bessere Lösung für den bisherigen Familien-Biergarten. Für die Umnutzung des Räucherhauses sind vier weitere Stellplätze nötig, laut Lang werden diese im Innenhof von Kaltenbrunn nachgewiesen. Dies ist die Theorie. In der Praxis werden auch im Innenhof künftig Veranstaltungen stattfinden. Die Lösung der Parkplatz-Problematik drängt, denn die zweite Saison auf Gut Kaltenbrunn hat bereits begonnen. Wie berichtet, soll oberhalb der Bundesstraße eine Wiese zum Parkplatz umfunktioniert werden. Am Montag, 20. Juni, befasst sich der Gmunder Gemeinderat mit dem Antrag. Preysing war also dafür, die Diskussion um die Parkplatz-Problematik in diese Sitzung zu verlegen. „Dann geht’s um die gesamte Lösung.“

Appell an die Kreisräte

Thomas Tomaschek (Grüne) ruft zum Widerstand gegen den Parkplatzbau auf.

Wie die aussehen könnte, beschäftigt auch die Kollegen in Rottach-Egern. Bei der dortigen Sitzung, ebenfalls am Dienstagabend, stand das Thema nicht auf der Tagesordnung, aber Thomas Tomaschek (Grüne) wollte schon einmal die Sinne schärfen. Wenn auf dieser Wiese, die derzeit im Landschaftsschutzgebiet liegt, ein Großparkplatz entstehe, sei dies nicht nur eine Gmunder Angelegenheit, sondern betreffe das gesamte Tal. „Wir schauen dann vom Schorn auf eine bunt glitzerne Masse Autos“, sagte Tomaschek. Die Gemeinde Rottach solle sich bei Bedarf gegen eine solche Planung wenden. Insbesondere appelliere er an die Mitglieder des Kreistags im Rottacher Gemeinderat, einer Herausnahme aus dem Landschaftsschutzgebiet nicht zuzustimmen.

"Erst wird gebaut, dann macht man sich Gedanken"

Angesprochen sind damit zwei Mandatsträger: Anastasia Stadler und Bürgermeister Christian Köck (beide CSU). Bei Stadler stieß Tomaschek spontan auf offene Ohren. Sie gebe selten einem Grünen hundertprozentig Recht, schickte Stadler voraus. In diesem Fall aber schon. Schließlich müsse jeder Häuslebauer vor dem ersten Spatenstich die nötigen Stellplätze nachweisen. „Und in Kaltenbrunn baut man erst und macht sich dann über Stellplätze Gedanken.“ Bürgermeister Köck bremste die Diskussion. Es sei kein guter Stil, sich in Gmunder Angelegenheiten einzumischen. Zudem sei „die Parkerei an der Bundesstraße“ nicht hinnehmbar und gefährlich.

gr/jm

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