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Müllberg vor Seekulisse: Leere Flaschen, vor allem aber Rückstände von Feuerwerkskörpern fanden sich auf der Wiese bei Kaltenbrunn.

In Kaltenbrunn wurde offenbar hemmungslos geböllert

Große Ernüchterung nach Silvester: Feuerwerks-Gegner präsentieren Müllberg

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Weniger private Feuerwerke - das ist der erklärte Wunsch der Gemeinden am Tegernsee. Mancherorts wurde in der Silvesternacht trotzdem hemmungslos geböllert. Der Müll spricht eine deutliche Sprache.

Gmund – Auf die Silvesternacht folgt gerne die Ernüchterung. Diese ließ heuer zwar etwas auf sich warten, trat aber dennoch erschreckend deutlich zutage – nämlich in Form von Müll. Erst kürzlich hat sich Fritz Joachim, Mitglied der Initiative „Stoppt private Feuerwerke“, aufgemacht, um auf der Wiese bei Gut Kaltenbrunn mögliche Hinterlassenschaften des Partyvolks aufzusammeln. Dabei kam so einiges zusammen.

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Leere Sektflaschen, vor allem aber reichlich Rückstände von Feuerwerken hat Joachim dieser Tage bei seinem Streifzug in Kaltenbrunn entdeckt und anschließend entsorgt. Angela Brogsitter-Finck, Vorsitzende der Schutzgemeinschaft Tegernseer Tal (SGT) und Mitbegründerin der Initiative, macht das Bild von dem Müllberg vor Seekulisse betroffen. Es zeige, dass hier die Leute nach wie vor – und allen Appellen zum Trotz – hemmungslos geböllert hätten. „Das stammt alles von Privatpersonen“, stellt Brogsitter-Finck klar. Kaltenbrunn-Pächter Michael Käfer selbst verzichte nämlich aufgrund der Nähe zum sensiblen Seeuferbereich auf jegliches Feuerwerk.

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Kaltenbrunn ist wegen seiner Lage und des Seeblicks schon immer eine beliebte Location, um den Jahreswechsel zu begießen und Böller zu zünden. Dass die Leute dabei Privatgrund betreten, „ist ihnen völlig egal“, ärgert sich die SGT-Vorsitzende. Sie kündigte an, das Gespräch mit Käfer zu suchen und ihn zu bitten, das nächste Mal ein Schild aufzustellen, das das Betreten des Privatgrunds verbiete.

Bekanntlich haben die Tegernseer-Tal-Gemeinden heuer erstmals im Vorfeld der Silvesternacht gemeinsam an alle Gastgeber, Bürger und Urlauber appelliert, auf privat Feuerwerke zu verzichten.

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