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Ist das Lachen wohl vergangen: Unglücksrabe Sam aus Ketchum.

Schüler (15) verliert Rucksack

Kann nicht ausreisen: Sam aus USA sitzt am Tegernsee fest

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Gmund - Ein Austauschschüler aus den USA hat am See seinen Rucksack verloren. Darin hatte der Unglücksrabe ein wichtiges Dokument verstaut. Jetzt sitzt er erstmal fest.

Sechs Jugendliche aus dem amerikanischen Ketchum sind derzeit im Rahmen eines Jugendaustauschs am Tegernsee zu Gast – unter ihnen ein echter Unglücksrabe: Bei einem Ausflug in Gmund ist dem 15-jährigen Sam sein Rucksack abhanden gekommen, mitsamt Reisepass. Der wird aber dringend benötigt, denn am nächsten Dienstag soll es für die Gruppe zurück nach Amerika gehen. Taucht der Pass nicht wieder auf, muss das Konsulat in München tätig werden. 

„Ein Wahnsinns-Aufwand“, sagt Christine Zierer, Vorsitzende der Partnerschaftsfreunde Tegernsee-Ketchum. Sie appelliert an den Finder des Rucksacks daher eindringlich, „wenigstens den Pass zurückzugeben“. Der Rucksack ging verloren, als die Jugendlichen am vergangenen Freitag mit ihren Betreuern von Gmund aus eine Tour auf die Neureuth unternahmen und anschließend den Seeglas-Parkplatz ansteuerten, um dort Baden zu gehen. Irgendwo in diesem Bereich hat Sam seinen Rucksack stehen lassen, ein Unbekannter hat ihn offenbar mitgenommen. „Wir haben schon alle rebellisch gemacht“, sagt Zierer. 

Fundbüros, Tourist-Infos und TTT habe man über den Verlust informiert – auch mit dem amerikanischen Konsulat habe sie bereits telefoniert, so die Vorsitzende. Die Auskunft war ernüchternd. Um einen vorläufigen Pass ausstellen zu können, braucht das Konsulat die Original-Unterschriften der Eltern des 15-Jährigen. Die aus Amerika zu beschaffen, sei schwierig und kostenintensiv. Zierer hofft, dass der Finder des Rucksacks, in dem sich auch noch eine Fotokamera und Kleidung befanden, ein Einsehen hat. Er kann den Pass beim Fundbüro in Tegernsee oder Gmund abgeben oder sich auch direkt an Zierer, 01 51 / 57 77 43 49, wenden.

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