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Kein Platz für einen Kiosk: An der Seepromenade möchte der Gmunder Gemeinderat derzeit keine Imbissbude haben.

Auch Cafébar an alter Turnhalle fällt durch

Kein Kiosk am See: Gemeinderat Gmund lehnt Antrag ab

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Ein Kiosk an der Gmunder Seepromenade – das wäre doch etwas, denkt sich Christian Wieser. Doch sein Antrag fiel im Gmunder Gemeinderat durch. Ebenso wie einer zum Bau einer Cafébar.

Gmund – Wer an der Seepromenade in Gmund unterwegs ist, muss sich entweder selbst mit Proviant eindecken oder im Strandbad Seeglas einkehren. Christian Wieser, der im Sommer auch die Besucher im Strandbad Kaltenbrunn versorgt, wollte eine weitere Möglichkeit zum Einkehren eröffnen. Im Gemeinderat legte er daher einen Antrag für einen Verkaufsstand vor.

Wieser schwebte eine fünf mal fünf Meter große Blockhütte mit Terrasse vor, die in der Nähe des Pavillons errichtet werden sollte. Öffnungszeit: von 1. April bis 30. Oktober, täglich von 9 bis 22 Uhr, bei Bedarf auch schon ab März. Kalte, auch alkoholische Getränke, Burger, Currywurst und Eis wollte Wieser dort verkaufen.

„Ein netter Platz mit viel Holz, dazu ein paar Ruheliegen. Der Kiosk wäre eine Bereicherung bei Veranstaltungen und für Badegäste“, warb Wieser in seinem Antrag. Zudem argumentierte er, dass die Strandbäder Seeglas und Kaltenbrunn ausgelastet seien. „Und sollte es das Strandbad Kaltenbrunn irgendwann nicht mehr geben, dann müsste man ohnehin an eine andere Stelle am See ausweichen.“

Tatsächlich ist das Strandbad Kaltenbrunn keine Dauereinrichtung. Jahr für Jahr schließt die Gemeinde Gmund einen neuen Vertrag mit der Blue Lion GmbH, der Eigentümerin von Gut Kaltenbrunn. Es war immer wieder die Rede davon, dass das Bad eines Tages umgestaltet und Kaltenbrunn-Gästen zur Verfügung stehen soll. Bislang ist dies aber nicht der Fall.

Ein zweiter Antrag für eine mobile Cafébar lag im Gemeinderat vor. Diese solle, so die Antragstellerin, im Bereich der alten Seeturnhalle auf einer Fläche von rund 200 Quadratmetern errichtet werden und zwischen Mai und Oktober täglich bis 19.30 Uhr geöffnet haben. „Der Platz ist ein Filetstück, die Bar wäre ein optischer Hingucker und etwas Schönes fürs Auge“, warb die Antragstellerin.

Beide Anträge – eine heikle Angelegenheit für die Gemeinde: Was den Platz an der Seeturnhalle betrifft, so verwies Bürgermeister Georg von Preysing (CSU) darauf, dass noch keine endgültige Entscheidung getroffen worden sei, was aus dem Grundstück wird. Wie berichtet, hat der Abriss der Halle, in der zuletzt Asylbewerber untergebracht waren, begonnen. Aktuell wird sie entkernt. Eine Freizeiteinrichtung, etwa einen Beachvolleyballplatz, kann sich der Gemeinderat vorstellen (wir berichteten). Dies soll aber nur eine Übergangslösung sein, bis eine endgültige Planung erarbeitet wird.

Zu Wiesers Kiosk am See erklärte Preysing, dass die Fläche der Staatlichen Seenverwaltung gehöre und auch die Stadt Tegernsee zuständig sei. „Wir haben die Fläche gepachtet und können sie nicht einfach an Dritte weitergeben.“ Johann Schmid (SPD) glaubte, dass die Fläche an der Seeturnhalle demnächst für die geplanten Baumaßnahmen zum Hochwasserschutz an der Mangfall benötigt werde. Was den Ersatz für den Kaltenbrunn-Kiosk betrifft, so solle man sich erst Gedanken machen, wenn es tatsächlich so weit sei. Helga Wagner (Grüne) war in keinem Fall für einen Kiosk am See: „Der würde ja zudem für Ruhestörung sorgen.“

Einstimmig wurden die Anträge am Ende abgelehnt. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt will der Gemeinderat keiner Privatperson eine Fläche an der Seepromenade überlassen.

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