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Bietet künftig nur noch Ferienwohnungen und keine Hotelzimmer mehr: der Kistlerwirt in Ostin.

Traditionswirt wird umfunktioniert 

Kistlerwirt in Ostin hört auf - und macht in Apartments

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Gmund - Für die Gemeinde ist das leider keine gute Nachricht: Das Hotel Kistlerwirt in Ostin, ein liebevoll von der Inhaberin Gabriele Reinholdt geführtes Haus, ändert sein Betriebskonzept.

Aus den 15 Zweibettzimmern werden sechs Ferienwohnungen mit 18 Betten. „Das tut uns echt weh“, gestand Bürgermeister Georg von Preysing (CSU), als der Bauantrag zur Nutzungsänderung und zum Umbau in der Sitzung des Ortsplanungsausschusses auf der Tagesordnung stand. Grundsätzlich habe er mit so einem Antrag kein Problem, sagte Preysing. „Aber der Kistlerwirt war ein wichtiges Hotel für alle Gäste, die nur eine Nacht bleiben wollen.“ Dazu zählen auch die Radtouristen, die für Gmund ein wichtiges Klientel sind: Gmund liegt auf der Route Bodensee-Königssee sowie auf der Via Bavarica Tyrolensis und stellt ein beliebtes Etappenziel dar.

Preysing betonte, dass sich durch den Umbau an der Fassade des Kistlerwirts nichts ändern werde. Weil baurechtlich keine Bedenken bestehen, war für den Ortsplanungsausschuss alles klar: Er stimmte dem Antrag einstimmig zu. Allerdings mit einer Bedingung: Die spätere Umwandlung in Eigentumswohnungen ist nicht möglich. Dies wurde explizit in den Beschluss aufgenommen.

„Schade“, kommentierte Preysing abschließend. Damit spricht er Petra Berger von der Tegernseer Tal Tourismus GmbH (TTT) aus dem Herzen: „Jeder Bettenschwund ist bedauerlich“, sagt Berger. Nicht nur für Gmund, sondern für das gesamte Tal geht die Kurve kontinuierlich nach unten: So schrumpfte der Bestand an Betten von 2006 bis 2015 von 740 auf 598. Die Verluste von 2016 sind darin noch nicht enthalten. Dabei ist der Bedarf da, das belegt die Gäste- und Übernachtungsstatistik, die sich insgesamt positiv entwickelt. So stieg heuer bis Oktober die Zahl der Gäste um 0,59 Prozent (Gesamt: 315 927), die Übernachtungen stiegen um 0,46 Prozent (Gesamt: 1 385 441). In Gmund fielen die Zahlen im Vergleich zum Vorjahr noch deutlicher aus: Die Statistik weist ein Plus von 13,07 Prozent bei den Gästen (Gesamt: 19 398) aus, und ein Plus von 8,18 Prozent bei den Übernachtungen (Gesamt: 54 748). „Wir brauchen vor allem Betten im Drei- bis Vier-Sterne-Bereich“, betont Berger. Abgesehen davon unternehme die TTT alles, um den Gastgebern die Online-Buchbarkeit ihrer Häuser zu erleichtern.

gr

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