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Kaltenbrunn bleibt im Grünen: Links auf der Wiese wollte Käfer mit Bürgermeister Preysings Unterstützung einen Parkplatz für 120 Autos bauen.

Ausbaupläne damit hinfällig?

Landratsamt lehnt Käfer-Parkplatz in Kaltenbrunn ab

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Gmund - Michael Käfer und Gmunds Bürgermeister Georg von Preysing wollten 120 Parkplätze auf einer Wiese im Schutzgebiet bauen. Am Kreistag vorbei. Doch der Landrat stellt sich quer.

Der Plan war eigentlich schon so schön ausgeklügelt. Mit einer öffentlichen Widmung hätte die Fläche für 124 Autos auf der grünen Schutzgebiets-Wiese über Gut Kaltenbrunn gar nicht mehr durch den Kreistag gemusst. Der Gmunder Gemeinderat hatte dem Unternehmen zugestimmt - was rund um den Tegernsee laute Proteste auslöste. Auch wir haben Käfers Parkplatz-Trick kommentiert.

Vor allem dieser Trick, mit dem man das Genehmigungsverfahren einfach komplett aushebeln wollte, stieß auf Empörung. Die Schutzgemeinschaft Tegernseer Tal (SGT) plante bereits eine Petition und hatte einen Anwalt eingeschaltet, der die Parkplatzpläne für nicht rechtmäßig erklärte.

Allerdings hätten die Autoren dieses Tricks - ein öffentlicher Parkplatz, der eben deshalb nicht genehmigungspflichtig ist - die Zustimmung der Fachbehörden des Landratsamts gebraucht. Die hätten entscheiden müssen, dass ein öffentlicher Parkplatz über Kaltenbrunn Sinn machen würde. Und eigentlich hörte sich das alles in den vergangenen Wochen nur wie eine Formsache an. Doch weit gefehlt:

Birger Nemitz, Pressesprecher des Landratsamts, bestätigt auf Nachfrage, dass das Landratsamt die 120 Parkplätze auf der Wiese oberhalb des Schutzgebietes abgelehnt hat. Auch der Landrat sehe hier kein öffentliches Interesse für einen Parkplatz, das den Landschaftsschutz ausstechen würde, sagte Wolfgang Rzehak (Grüne) der Süddeutschen Zeitung

kmm

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