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Mit vollem Einsatz kümmert sich Eugenie Lückerath um die Belange der Gmunder Volkshochschule. Und das seit 25 Jahren.

Interview zum 25. Dienstjubiläum

So sieht Eugenie Lückerath die Zukunft ihrer vhs

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Gmund - Ihr Name ist fest mit der Volkshochschule (vhs) Gmund-Dürnbach verbunden: Seit 25 Jahren leitet Eugenie Lückerath die Bildungsstätte. Ein Interview anlässlich des Jubiläums.

Das Licht in ihrem Büro im alten Dürnbacher Rathaus brennt nicht nur tagsüber. Es brennt bis tief in die Nacht hinein, eigentlich immer. Nahezu rund um die Uhr ist Eugenie Lückerath, die geborene Dortmunderin und frühere Lehrerin an der Gmunder Grundschule, im Einsatz für die Volkshochschule Gmund-Dürnbach – und das seit 25 Jahren. Am 1. Mai feierte die Leiterin ihr Dienstjubiläum. Wir sprachen mit ihr über die Entwicklung und die Zukunft der vhs.

Frau Lückerath, dass sich die Volkshochschule Gmund-Dürnbach im allgemeinen Fusionsstrudel als eigenständig behauptet, ist auch Ihr Verdienst ...

Eugenie Lückerath: Der Kampf dafür war sicherlich nicht ganz einfach, aber Gott sei Dank hat der Gemeinderat entschieden, dass Gmund eine eigenständige vhs bleibt. Und das ist gut so.

Wie hat sich denn die vhs entwickelt, seitdem Sie hier sind?

Eugenie Lückerath: Mein Vorgänger Paul Richter war damals noch ehrenamtlich tätig. Ich bin angestellt, da kann man ganz anders arbeiten. Tatsächlich ist es so, dass sich die Teilnehmerzahl von 2745 auf knapp 4800 erhöht hat. Wir haben rund 450 Veranstaltungen im Programm, vor 25 Jahren waren es 124. 150 Kursleiter und Referenten leisten 3000 Doppelstunden jährlich. Innerhalb des Kreisverbandes stehen wir nach Holzkirchen, der größten vhs im Landkreis, etwa auf einer Ebene mit Miesbach, Hausham oder Tegernsee.

Welche Kurse sind am meisten gefragt?

Eugenie Lückerath: Das Thema Gesundheit ist nach wie vor der Renner, Yoga, Feldenkrais, Fitness. Vorträge über exotische Reisen laufen überraschend gut, und zwar immer dann, wenn die Leute ein schönes Plakat gesehen oder eine Ankündigung in der Zeitung gelesen haben. Die Sprachkurse sind inzwischen wesentlich kleiner wie früher und durchschnittlich mit fünf bis zehn Leuten besetzt. Doch das ist immer noch gut. Übrigens: Italienisch ist gerade sehr gefragt.

Wo kommen denn ihre „Schüler“ her?

Eugenie Lückerath: Nicht nur aus Gmund, sondern aus der ganzen Umgebung.

Was haben Sie noch vor mit der vhs?

Eugenie Lückerath: Zum Thema berufliche Weiterbildung könnte ich mir viele Projekte vorstellen, aber die sind aus personellen und zeitlichen Gründen vermutlich schwer zu realisieren. Dann wird sich das Arbeitsfeld mit den Asylbewerbern, das bis vor kurzem noch kein Thema war, sicherlich noch ausweiten. Nachdem der Helferkreis in Gmund für erste Schritte zur Alphabetisierung mancher Flüchtlinge und für die Grundbildung zuständig ist, übernimmt die vhs dann die weiteren Deutschkurse bis hin zu ersten Sprachprüfungen und Intinsivkursen. Weitere Integrationskurse werden in Miesbach und Holzkirchen angeboten. Und dann wird die vhs Gmund im nächsten Jahr 70, das müssen wir vorbereiten.

Aber zunächst haben Sie noch Ihr persönliches Jubiläum zu feiern?

Eugenie Lückerath: Da lass ich mich überraschen.

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