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Christian Springer (r.) bekommt einen Scheck über 1500 Euro von Rafael Schenz, dem Präsidenten des Lions Clubs Gmund-Oberland.

Kabarettist bekam 1500 Euro

Christian Springers Orienthelfer: Lions Club spendet

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Gmund/Weissach - Mit seinem Verein Orienthelfer engagiert sich der Münchner Kabarettist Christian Springer für Opfer des Syrienkonflikts. Der Lions Club Gmund-Oberland greift ihm unter die Arme.

Christian „Fonsi“ Springer unterhält als Kabarettist ein Millionen-Publikum. Das ist die eine Seite des 51-jährigen Münchners, die heitere. Seit 2012 engagiert er sich mit dem von ihm gegründeten Verein Orienthelfer aber auch für Opfer des Syrienkonflikts. Vor einem überschaubaren Kreis von etwa 30 Zuhörern berichtete Springer am Montagabend auf Einladung des Lions Clubs Gmund-Oberland im Hotel Bachmair Weissach von seiner Arbeit. 

45 Minuten ließen nur erahnen, wie intensiv und schwierig Springers humanitäres Engagement in Syrien und seinen Nachbarländern ist. Sein Ziel: Die schnelle, effektive und professionelle Hilfe vor Ort, weshalb er dreimal monatlich in den Libanon nach Beirut reist. Springer öffnet bei seinen Vorträgen die Augen für das Flüchtlingselend, von dem sich nur jene wirklich ein Bild machen können, die wie Springer vor Ort sind und nicht nur durch die von den Medien gelieferten Bilder des Grauens versorgt werden. Er rückt die Dinge in einen historischen Zusammenhang, spricht von Syrien als einer einstigen „Diktatur mit Hand und Fuß“ und einem „Rückzugsort für Nazis“ im Zweiten Weltkrieg. 

Er versuche vor Ort, den flüchtenden Syrern Menschenwürde zurückzugeben, organisiert die Lieferung von Krankenwagen und Feuerwehrfahrzeugen für Aleppo, wo der Abwurf von zigtausend Fassbomben auf zivilem Gebiet auch vor den Hilfskonvois nicht Halt macht. „Das sind ganz klare Kriegsverbrechen“, sagt Springer, dessen Ausführungen die Zuhörer fassungslos machen. „Alle Menschen in Syrien sind traumatisiert, und zwar komplett. Das kann man sich gar nicht vorstellen.“ 

Der Münchner lässt sich nicht unterkriegen („andere Hilfsorganisationen zeigen mir schon den Vogel“) und schon gar nicht zermürben von Bürokratie. Wie im Fall einer von den Orienthelfern unterstützten syrischen Studentin, deren Wiedersehen mit der nach Potsdam geflüchteten Mutter wegen fehlender Stempel in nicht mehr existierenden Reisepässen verweigert wird. „Sie retten ihr Leben und dann dieser Stempel-Wahnsinn.“

Er führe ein Leben zwischen dem Nahen Osten und der Bühne, gesteht der Kabarettist. An diesem Abend darf er einen Scheck über 1500 Euro vom Gmunder Lions-Präsidenten Rafael Schenz für seine Arbeit entgegennehmen.

gr

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