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Für dieses und ein weiteres Stück Wiese braucht die Gemeinde noch die Zustimmung der Besitzer. Bisher müssen Bauarbeiter noch einen Bogen darum machen. 

Bauarbeiten zwischen Dürnbach und Finsterwald

„Lückenweg“ bleibt eine harte Nuss

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Der lückenhafte Geh- und Radweg zwischen Dürnbach und Finsterwald ist derzeit das Gesprächsthema Nummer eins in Gmund und das größte Sorgenkind von Rathauschef Georg von Preysing.

Gmund – Der Geh- und Radweg zwischen Dürnbach und Finsterwald ist seit Langem geplant und soll endlich für mehr Sicherheit sorgen – auch für Schulkinder auf dem Fahrrad, die die Straße benutzen. Seit 15. März wird tatsächlich daran gebaut, was den Autofahrern wegen der Umleitungen einiges an Geduld abverlangt. Doch das Vorhaben hat beste Chancen, zum größten Schildbürgerstreich überhaupt in der Gemeinde zu werden.

Wie berichtet, fehlen noch immer zwei Unterschriften, um den Weg durchgängig zwischen dem Bahnübergang und Finsterwald verwirklichen zu können. Die Baufirma kommt inzwischen gut voran, doch sie muss einen Bogen machen um zwei Grundstücke. Es handelt sich um einen einhundert Meter langen Streifen sowie um ein 30 Meter kurzes Stück Wiese, jeweils drei Meter breit. So viel Platz würde der Geh- und Radweg in Anspruch nehmen. Zwei Landwirte verweigern ihre Unterschriften, daran hat sich bis heute nichts geändert.

Kaum ein anderes Projekt habe ihn bisher so belastet wie diese Angelegenheit, gesteht Preysing. „Das treibt mich ganz schon um und ich muss mir viel anhören.“ Kein Wunder: Der „Lückenweg“ zwischen Dürnbach und Finsterwald ist Gesprächsthema Nummer eins in der Gemeinde, so mancher Bürger dachte nach der Veröffentlichung eines Berichts in unserer Zeitung gar an einen Aprilscherz. „Das ist kein Scherz“, sagt Preysing, „sondern bitterer Ernst.“ Er muss einräumen, dass die beiden betroffenen Grundbesitzer bis dato noch nicht bereit seien, den Weg für den Geh- und Radweg frei zu machen. Die Gemeinde, so Preysing, habe bisher alles versucht, auch Tauschgrundstücke angeboten. Gerade habe er wieder einen Brief geschrieben und um ein Einlenken gebeten.

Inzwischen machen viele Gerüchte die Runde. Da heißt es unter anderem, die Betroffenen würden den Preis nicht akzeptieren, den die Gemeinde bezahlt. Sätze, die seit Langem Gültigkeit haben und auch bei anderen Grundstücksgeschäften von der Gemeinde gezahlt werden. Auch von Forderungen wegen künftiger Bau-Projekte ist die Rede.

Die Realisierung des Wegs war schon immer eine harte Nuss. Abgesehen von schwierigen Grundstücksverhandlungen musste der Hochwasserschutz geklärt werden. Dass es sich bei der Ausweisung zweier Baugrundstücke entlang der Straße um ein „Koppelungsgeschäft“ gehandelt haben könnte, hatte Preysing bereits öffentlich zurückgewiesen. „Die Flächen waren schon im Flächennutzungsplan vorgesehen.“

„Was für ein Wahnsinn“ schrieb dann ein Leser, als Ende 2015 die Baumallee an der Dürnbacher Straße gefällt wurde, die Baumstümpfe jedoch stehen blieben. Mehr als ein Jahr sollte es dann dauern, bis die Fällaktion mit dem Beginn der Bauarbeiten tatsächlich ihren Sinn erfüllte.

Die Gemeinde ist also auf das Wohlwollen der Grundbesitzer angewiesen. Und wenn diese stur bleiben? „Schlimmstenfalls bleiben zwei Lücken“, sagt Preysing. Dann müssten Fußgänger und Radfahrer an zwei Stellen vom sicheren Weg wieder auf die viel befahrene Verbindungsstraße ausweichen.

Demnächst wird Preysing Gespräche mit der Regierung von Oberbayern führen, die den Weg bezuschusst. Die Zusage über einen 80 000-Euro-Zuschuss hat Gmund schon bekommen. 242 000 Euro soll der insgesamt 700 Meter lange Weg kosten. Die Finanzspritze war auch ein Grund, warum der Bau trotz fehlender Unterschriften begonnen wurde. „Der Zuschuss wäre sonst verfallen“, sagt Preysing. Er hofft, dass es doch noch zu einer Einigung kommt. Ansonsten wäre der „Lückenweg“ zwischen Dürnbach und Finsterwald eher eine Lachnummer.

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