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„Lückenweg“: Noch im November ist die Lücke dicht

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Von: Gerti Reichl

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Bauarbeiten für den Geh- und Radweg zwischen Finsterwald und Dürnbach.
Das letzte Teilstück für den Geh- und Radweg wird gebaut. © Thomas Plettenberg

Gmund – Die Gemeinde hält ihr Versprechen ein und schließt noch in diesem Jahr eine 30 Meter lange Lücke: das letzte fehlende Stück für den durchgängigen Geh- und Radweg zwischen Finsterwald und Dürnbach. Gestern nahm eine Baufirma die Arbeiten auf und begann damit, die Wiese abzutragen und weitere Vorbereitung für die Befestigung zu treffen.

„Wir hoffen, die Arbeiten noch im November abschließen zu können“, sagt Josef Harraßer vom Bauamt. Er kündigt an, dass bereits für die kommende Woche die Asphaltierungsarbeiten geplant sind, „wenn das Wetter es zulässt“. Anschließend seien noch Anböschungsarbeiten nötig, dann sei der Weg geschafft.

„Lückenweg“: Seit 2017 wird gebaut

Das Ende einer Geschichte, die sogar überregionales Medieninteresse geweckt hat, naht damit. Schon seit März 2017 wird in Etappen an dem Weg gebaut. Die Gemeinde hatte damals damit begonnen, obwohl nicht alle Unterschriften der Grundeigentümer vorlagen. Zwei betroffene Landwirte setzten ihre Verweigerungshaltung als Druckmittel ein, um gegen eine eventuelle Umgehungsstraße zu protestieren, die der Bundesverkehrswegeplan zwischen Moosrain und Finsterwald vorsieht. Im Juli 2020 lenkte dann zunächst einer der beiden Betroffenen ein, und ein hundert Meter langes Teilstück konnte gebaut werden. Schließlich lenkte auch der letzte Landwirt ein. Welche Versprechen daran geknüpft sind, ist nicht bekannt. Bürgermeister Alfons Besel konnte bei den Verhandlungen offenbar eine Lösung erzielen, die beide Vertragspartner, Gemeinde und Landwirt, zufrieden stellt.

Geh- und Radweg: Staatszuschuss wird eingefordert

Erst wenn alle Rechnungen vorliegen, kann die Gemeinde auch die Förderzusage der Regierung von Oberbayern einfordern. Der gesamt Weg wird wohl rund 284 000 Euro kosten, rund 80 000 Euro fließen wohl vom Staat zurück nach Gmund. Und Josef Harraßer ist schon jetzt zufrieden, dass der Lückenweg bald geschlossen ist. „Eine gute Sache“, sagt Harraßer.

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