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In der Tiefgarage beim Maximilian ist der Parkraum knapp geworden.

Das sorgt für Konfliktstoff

Maximilian-Komplex: Riesen-Ansturm macht Parkraum knapp

Der brandneue Gasthof Herzog Maximilian brummt. Man bekommt kaum noch Plätze - auch in der Tiefgarage, die sich Rewe nun mit dem Gasthof teilen muss. Das birgt Konfliktstoff.

Gmund – Zum Luftholen sind die Wirtsleute Martina und Alois Gartenleitner seit der groß gefeierten Eröffnung des Gasthauses Herzog Maximilian am 17. März kaum gekommen. „Wir wurden anfangs regelrecht überrannt, das haben wir so nicht erwartet“, erklärt Alois Gartenleitner. Er freut sich, dass so viele Gäste kommen. Viele von ihnen sind Einheimische, aber auch Ausflügler wollen den aufwendig sanierten Gasthof, fast 680 Jahre alt, von innen erleben. „Wir müssen schon ein bisschen jonglieren mit den Reservierungen“, meint Gartenleitner. Letztlich klappe das aber gut. Der Küchenchef habe sich auf den Ansturm eingestellt.

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Der Zulauf macht sich auch in der Tiefgarage bemerkbar. Insgesamt hat sie 83 Plätze, wobei einige für Hausbewohner und Mitarbeiter reserviert sind. Die verbleibenden 66 Stellplätze teilen sich Rewe-Markt und Gasthof. Eine neue Situation für die Rewe-Kundschaft: Die hatte die Tiefgarage fast zwei Jahre lang für sich allein. Der Supermarkt ist schon seit Juli 2016 geöffnet. „Zu Spitzenzeiten ist das Parkhaus randvoll“, weiß Rainer Penther, dessen Immobilienverwaltung den gesamten Komplex betreut. Es komme schon mal vor, dass Rewe-Kunden länger nach einem Parkplatz suchen müssten und sich deshalb bei der Marktleitung beschwerten. Im Moment sei die Situation ungewohnt und auch eine ganz besondere: Direkt nach der Eröffnung des Gasthofs und durch die Osterferien sei der Andrang besonders groß. „Es ist ja sehr erfreulich, dass der Rewe-Markt und der Gasthof super angenommen werden.“

Beim Maximilian tut sich was: ein Rundgang in Bildern

Im Normalfall sollten die Stellplätze ausreichen. Schließlich kommen die Rewe-Kunden vor allem tagsüber und die Gasthof-Besucher vor allem abends. Diese Überlegung, erklärt die Gmunder Bauamtsleiterin Christine Wild, hat zur in der Baugenehmigung vorgeschriebenen Stellplatz-Aufteilung geführt. Im Rathaus sind übrigens noch keine Beschwerden über eine Parkplatz-Not aufgeschlagen. Die sollte es auch bei Groß-Veranstaltungen im Gasthaus nicht geben: Wenige Gehminuten entfernt befindet sich der große Volksfest-Parkplatz.

Für Irritationen sorgt auch ein Schild an der Garagen-Einfahrt. Demnach ist das Parkhaus nur bis 21 Uhr geöffnet. Es wird mit Rücksicht auf die Gasthaus-Kunden demnächst ausgetauscht gegen ein Schild, wonach die Einfahrt bis 22 Uhr erlaubt ist. Die zeitliche Einschränkung der Zufahrt diene dem Lärmschutz, erklärt Wild. Die Bewohner im Umkreis sollen nicht gestört werden.

Die Einfahrtsschranke schließt sich derzeit allerdings gar nicht. Sie wurde angefahren und ist kaputt, wird aber repariert. Auch danach ist der Weg nur für einfahrende Autos am späten Abend versperrt. Die Ausfahrt ist dank einer Lichtschranke immer möglich.

Ein scharfes Auge hat das Team der Hausverwaltung auf Fahrzeuge, die unberechtigt in der Tiefgarage stehen. In der Vergangenheit waren das nicht wenige. Mancher Anwohner, aber auch Handwerker nutzten den Parkraum, der ja auch reichlich bemessen schien. „Manche Fahrzeuge standen tagelang da“, berichtet Penther. Der Hausmeister der Anlage habe den Betreffenden dann „eine freundliche Nachricht“ hinterlassen. Vor allem, wenn die Baustelle gegenüber in Gang komme, sei die Versuchung für Handwerker groß, die Garage zu nutzen. Dem werde die Hausverwaltung entgegentreten: „Wir kontrollieren täglich.“

jm

Lesen Sie auch: Auch Gut Kaltenbrunn, ebenfalls in der Gemeinde Gmund am Tegernsee, hat Probleme mit Parkplätzen. Gehen Sie hier exklusiv mit dem Geschäftsführer und uns durch das sanierte Gut. Und lesen Sie hier den vorerst letzten Akt der unendlichen Parkplatz-Geschichte.

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