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Markus Söder bei seiner Ansprache.
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Neujahrsempfang der Kreis-CSU auf Gut Kaltenbrunn.
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Neujahrsempfang der Kreis-CSU auf Gut Kaltenbrunn.
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Neujahrsempfang der Kreis-CSU auf Gut Kaltenbrunn.
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Neujahrsempfang der Kreis-CSU auf Gut Kaltenbrunn.
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Neujahrsempfang der Kreis-CSU auf Gut Kaltenbrunn, hier (v.l.) Olaf von Löwis und Anton Grafwallner.
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Neujahrsempfang der Kreis-CSU auf Gut Kaltenbrunn, hier (v.l.) Anette und Anton Grafwallner mit Alexander Radwan. Grafwallner wurde mit dem Ehrenpreis geehrt.
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Neujahrsempfang der Kreis-CSU auf Gut Kaltenbrunn, hier (v.l.) Alexander Radwan und Markus Söder.

Neujahrsempfang der Kreis-CSU mit Markus Söder

Die Charme-Offensive des Landesvaters

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Die Kreis-CSU hat sich beim Neujahrsempfang auf Gut Kaltenbrunn auf den Kommunalwahlkampf eingestimmt. Mittendrin Ministerpräsident und Parteichef Markus Söder.

Landkreis – Seinen Auftritt beim „Jahresauftakt für Entscheider“, dem Ludwig-Erhard-Gipfel zwei Tage zuvor, musste er wegen der Bauernproteste in Nürnberg auf eine Videoschalte reduzieren. Bei der eigenen Partei aber stand Markus Söder am Sonntagvormittag pünktlich parat. Neujahrsempfang des Miesbacher CSU-Kreisverbands – das ist für einen Ministerpräsidenten und Parteichef Besuch in der Herzkammer der Christsozialen. Und auch für viele Entscheider aus dem Landkreis, die nicht der CSU angehören, ein Pflichttermin. Das Interesse war diesmal besonders groß – Söder und die anstehende Kommunwahl dürften eine gewichtige Rolle dabei gespielt haben.

Söder zu Aigner: „Bin froh, dass es mit uns wieder so gut läuft“

Der Ministerpräsident gab an diesem Vormittag ganz den Landesvater. Verteilte Komplimente, zeigte sich selbstironisch, umgarnte das Publikum. „Das Amt verändert“, gab er im Laufe seiner Festrede dann auch zu. Und fand nahezu schwärmerische Worte für seiner einstige Konkurrentin Ilse Aigner, die Landtagspräsidentin und hiesige Stimmkreisabgeordnete. Man habe nach einer schwierigen Phase wieder ein hervorragendes Miteinander gefunden, das auch für das Land gut sei: „Ich bin froh, dass es mit unser wieder so gut läuft.“

Lob für Landratskandidat, Kritik am Amtsinhaber

Auch sonst sparte Söder nicht mit Lob. Den Kreisvorsitzenden Alexander Radwan bezeichnete er als „einen der Klügsten und Schlausten in der Partei“. Landratskandidat Olaf von Löwis wiederum mache einen charmanten Eindruck („sagt meine Frau“) und habe andererseits auch hervorragende Ideen für die Zukunft des Landkreises. Dem Amtsinhaber von den Grünen dagegen mangle es ein Stück weit an Aktivität und der Vernetzung mit anderen Landräten. Dem Kandidaten versprach er einen „relativ direkten Draht“ in die Staatskanzlei: „Seine Wahl würde dem Landkreis sicher zum Vorteil gereichen.“

Kritik an Amtsinhaber Wolfgang Rzehak war erwartungsgemäß schon zuvor in der Ansprache Radwans laut geworden. Die wichtigen Initiativen in der Umwelt- und Verkehrspolitik seien in den vergangenen sechs Jahren von der CSU gekommen. Ob Öko-Modellregion, Bahn-Elektrifizierung oder MVV-Beitritt – „da mussten wir uns erst mal gegen den Grünen durchsetzen“. Und bei Themen wie der Wasserschutzzone hätte man sich gewünscht, „dass der Landrat Recht und Gesetz achtet und gleichzeitig die Interessen der Bürger vertritt“.

Mit Blick aufs große Ganze forderte Radwan, angesichts der aufgeregten Diskussion über den Klimawandel andere wichtige Themen nicht aus den Augen zu verlieren. Der Kreisvorsitzende und Bundestagsabgeordnete warnte in der Klimapolitik vor einer Öko-Planwirtschaft und lag damit auf einer Linie mit Parteichef Söder. „Die Methode des Verzichts und des Verbots ist nicht der richtige Weg“, sagte der Ministerpräsident. „Wir werden die Herausforderungen nur mit Technologie und Innovation lösen“.

Aufstehen gegen Hass und Hetze

Eine Herausforderung, so Söder, sei auch die Verteidigung einer freien Gesellschaft. „Seien wir nicht so sicher und so satt mit dieser Demokratie“, warnte er. „Die Aggressivität nimmt zu, aus bösen Gedanken werden böse Taten.“ Hass und Hetze müssten deshalb konsequent bekämpft werden. Einen „Aufstand der Anständigen“ forderte in diesem Zusammenhang Radwan.

Himbeerbonbons mit Cayenne-Pfeffer

An diesem Vormittag zumindest war für die CSU und ihre Gäste die Welt in Ordnung. Bei Leberkas, Gulaschsuppe, Käse und Getränken blieb noch reichlich Zeit für angeregte Gespräche. Da saß der Ministerpräsident bereits wieder im Auto, neben sich ein großes Glas mit handwerklich gefertigten Himbeerbonbons. Die hatte ihm Radwan als Gastgeschenk überreicht. „Es sind auch welche mit Cayenne-Pfeffer dabei“, warnte er ihn. Als scharfe Überraschung, wie sie Söder so sehr liebt.

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sh

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