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Mit Blühstreifen und Biomilch zum Titel: Grundschule Gmund jetzt Umweltschule

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Von: Gerti Reichl

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Flagge zeigen: Auf den Titel Umweltschule sind die Kinder sowie (v.r.) Schulleiterin Susanne Riedl und Lehrerin Stephanie Lehner stolz.
Flagge zeigen: Auf den Titel Umweltschule sind die Kinder sowie (v.r.) Schulleiterin Susanne Riedl und Lehrerin Stephanie Lehner stolz. © Thomas Plettenberg

Die Grundschule Gmund darf sich mit einem weiteren Titel schmücken: Sie gilt jetzt als Umwelt- und Nachhaltigkeitsschule. Das Prädikat hat sie sich mit vielen Aktionen verdient.

Gmund – Den Titel Fairtrade-School hat die Gmunder Grundschule bereits. Jetzt darf sie sich auch „Umweltschule in Europa/Internationale Nachhaltigkeitsschule“ nennen. Der bayerische Naturschutzverband LBV, Umweltminister Thorsten Glauber und Kultusminister Michael Piazolo haben die Auszeichnung verliehen, auf die Schulleiterin Susanne Riedl, ihr 15-köpfiges Lehrer-Team und die 181 Schülerinnen und Schüler nun mächtig stolz sein dürfen. Allerdings vorerst nur für ein Jahr, so lange gilt der Titel.

Lesen Sie auch: Auch das Gymnasium Miesbach wurde als Umweltschule ausgezeichnet

Mit der Auszeichnung befindet sich Gmund in guter Gesellschaft von insgesamt 509 Schulen in ganz Bayern. Dass sie sich für Klima- und Biodiversität einsetzt und globale sowie generationsübergreifende Gerechtigkeit fördert, davon hat die Schule die Fachjury überzeugt.

Blühstreifen, Vogelschutz und Hochbeet: Schule konnte etliches nachweisen

In zwei Handlungsfeldern machten sich acht Klassen und zehn Lehrkräfte ans Werk: biologische Vielfalt in der Schulumgebung sowie das Thema Regionalität, regionale Ernährung, Konsum und Lebensstil. „Dass der bewusste Umgang mit Natur und Umwelt schon seit 30 Jahren hier eine große Rolle spielt und wir auch die Auszeichnung Fairtrade School haben, hat uns bei der Bewerbung sicherlich geholfen“, sagt die Rektorin. Als konkrete Ergebnisse im Bereich biologische Vielfalt konnte die Schule etliches nachweisen: einen insektenfreundlichen Blühstreifen, Maßnahmen im Bereich Vogelschutz, die Anlage und Pflege eines Hochbeets inklusive Verarbeitung der Ernte sowie den Kontakt zu externen Experten, etwa am Lehrbienenstand Moosrain.

Im Lehrerzimmer gibt‘s die gute Biomilch

Auch beim zweiten Handlungsfeld, der Regionalität, konnte Gmund erfolgreiche Aktionen vorweisen. Diese reichten von Biomilch im Lehrerzimmer und dem Verteilen von Bio-Schulobst bis zum müllfreien Pausenhof, verpackungsfreien Pausenbroten, kopierfreien Wochen, Kontakt zur Energiewende Oberland, dem Austausch mit dem Gymnasium Miesbach und der Quirin-Regler-Grundschule Holzkirchen – beide bereits Umweltschulen – oder dem Engagement für nachhaltige Mobilität. Die Teilnahme am Stadtradeln und Alternativen zu „Elterntaxis“ wurden dokumentiert. Schließlich hat die Schule mit der Nachricht gepunktet, dass sie die Bildung für nachhaltige Entwicklung tagtäglich in der Schule thematisiere und erlebbar mache.

Auszeichnung soll keine Eintagsfliege bleiben

Wie war das alles möglich angesichts wechselnder Phasen von Präsenz- und Distanzunterricht? „Schon vor der Pandemie hatten wir uns mit der Bewerbung befasst“, sagt Susanne Riedl, „vieles war quasi vorbereitet und dann auch im Distanz-Unterricht möglich.“ Die Auszeichnung soll keine Eintagsfliege sein. „Angemeldet für die nächste Runde sind wir schon wieder“, verrät die Rektorin.

gr

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