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In ihrem Element: Vroni Ettstaller gibt Hallertauer Hopfen in den Sud ihres Königinnen-Biers. Mit dabei sind königliche Kolleginnen und Brauer Martin Breu. 

Sud angesetzt 

Mit Königinnen-Bier: Vroni Ettstaller geht auf Abschiedstour

  • Alexandra Korimorth
    vonAlexandra Korimorth
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Über 250 Termine im In- und Ausland hat Bierkönigin Vroni Ettstaller aus Gmund während ihrer nun fast einjährigen Amtszeit absolviert. Jetzt ist ihr Abschiedsbier angesetzt.

Gmund/Maxlrain – Dass man zu so früher Stunde an einem Sonntag im Sudhaus der Schlossbrauerei Maxlrain so viele königliche Produkthoheiten trifft, ist einer ganz besonderen Tradition geschuldet. Jedes Jahr darf die amtierende Bayerische Bierkönigin am Ende ihrer Amtszeit in der „Brauerei ihres Herzens“ ihr eigenes Bier brauen.

Zur Hopfengabe hat Bierkönigin Vroni nicht nur den Bayerischen Brauerbund geladen, für den sie als Repräsentantin durch die Welt gejettet ist, sondern auch ihre Kolleginnen, die Bayerische Milchkönigin Trixie, die Hallertauer Hopfenkönigin Theresa, die Bayerische Honigprinzessin Alexandra, die Bierprinzessin Landkreis Haßberge Kerstin, Milchprinzessin Miri, die Bayerische Weizenkönigin Maria und die Bayerische Honigkönigin Katharina.

Dass das Hinzufügen des Hallertauer Hopfens, Sorte „Herkules“ unter den wachsamen Augen von Bierbrauer Martin Breu derart früh stattfand, ist dem Brauprozess in der privaten Schlossbrauerei Maxlrain geschuldet, der quasi noch nächtens mit der Herstellung des Suds beginnt.

Vroni Ettstallers Abschiedsbier wird in Maxlrain gebraut 

In Maxlrain, wo alle Biere handwerklich aus sortenreinen, ausnahmslos in Bayern produzierten Grundprodukten (Malz, Hopfen, Hefe und Wasser) nach alter Väter Sitte seit 1636 nach dem Bayerischen Reinheitsgebot hergestellt werden und langsam sechs bis acht Wochen reifen, spielt der richtige Zeitpunkt eine große Rolle.

Nicht nur der Königinnen-Sud soll möglichst noch am selben Vormittag in seinen Gärtank. „Wir gehen schonend mit den Rohstoffen um“, sollte Braumeister und Betriebsleiter Josef Kronast bei der anschließenden Brauereiführung, die dem Entstehungsprozess des Bieres folgte, erklären. „Mit qualitativ hervorragenden Grundprodukten, von denen wir wissen, woher sie kommen, mit ausreichend Zeit für die Reifung und dem Wissen um althergebrachte Herstellungsverfahren brauen wir Charakterbiere“, erklärte Kronast und berichtete, dass man in Maxlrain Brauer und Mälzer ausbildet und sogar alte Braugerstensorten aus kontrolliertem Vertragsanbau verwendet.

Bierkönigin Ettstaller studiert mittlerweile Brau- und Getränketechnologie in Weihenstephan

Eine Sorte aus kontrollierten Anbau kommt auch in das Bier von Bierkönigin Vroni, die mittlerweile nicht mehr Eventmanagement, sondern Brau- und Getränketechnologie in Weihenstephan studiert. Denn ihr liegt Nachhaltigkeit am Herzen.

Obwohl Vroni von den seltenen Sorten wie dem Kirtabier, dem Schwarzbier im Dreimaischverfahren oder vom Starkbier „Jubilator“ beeindruckt ist, soll ihr Bier ein klassisches Export-Bier werden. Da sie für den Brauerbund das Bayerische Bier in China, Mexico und den USA repräsentierte, erschien ihr das „Export“ passend.

Während der königliche Gerstensaft nun die nächsten Wochen reift, wird Ettstaller selbst die Etiketten und Kronkorken für die Flaschen entwerfen. Mit ihrem Königinnenbier und einer bilderreichen Broschüre über die Höhepunkte ihrer Amtszeit wird sie sich am Ende ihrer Amtszeit auf „Brauerei-Roas“ begeben, Das bedeutet, sie wird zum Abschied rund 250 Brauereien in ganz Bayern besuchen und sich persönlich für die Zusammenarbeit und Unterstützung während ihrer Amtszeit bedanken.

Lesen Sie auch: Bierkönigin aus Gmund: Jetzt hat Veronika Ettstaller auch einen neuen Berufswunsch

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