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Wird umgestaltet, wenn der neue Ausschank-Bau steht: der Biergarten in Kaltenbrunn.

Neuplanung nach geheimen Ortstermin

Kaltenbrunn-Ausschank: Wird‘s doch ein Querbau?

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Nach dem geheimen Termin mit dem Gmunder Ortsplanungsausschuss in Kaltenbrunn selbst wird das Ausschankgebäude in Kaltenbrunn neu geplant. Wird‘s nun doch ein Querbau?

Gmund– Wochenlang perfektes Biergarten-Wetter – doch im 2016 (nach dem Fehlgriff mit dem „Familien-Biergarten“) aus dem Boden gestampften Biergarten für Radlfahrer, Spaziergänger und Badegäste rührt sich nichts. Oben, neben dem Neubau, mit bestem Blick auf den See, waren im Vorjahr urige Tische und Bänke aufgestellt worden, dazu ebenso urige Ausschank- und Brotzeithütten. Irgendwie ein Provisorium. 

Doch nun scheint es so, als ob dieser Zustand noch eine Weile so andauert. Wie berichtet, wollte Pächter Michael Käfer einen neuen Ausschank-Bau errichten. 20 Meter lang, 3,50 Meter breit und 3,15 Meter hoch, frontal zum See, in Verlängerung des neuen Salettls. Doch der Gmunder Ortsplanungsausschuss machte einen Strich durch die Rechnung, schmetterte den Bauantrag einstimmig ab. Und das, obwohl selbst Kreisbaumeister Werner Pawlovsky Gefallen daran gehabt hätte.

Inzwischen traf sich das Gremium zum Ortstermin. An dem Treffen nahmen auch Michael Käfer und sein neuer Kaltenbrunn-Geschäftsführer Maximilian Hartberger teil. Der Termin fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, Medienvertreter waren nicht erwünscht. Offenbar wollten die Mitglieder des Ortsplanungsausschusses dem mit viel Vorschuss-Lorbeeren bedachten Gastronomen in aller Ruhe klar machen, wie sie sich den Betrieb auf Kaltenbrunn in Zukunft vorstellen. Wenn schon ein weiterer Bau nötig sei, dann solle der doch nicht die Sicht auf den See versperren und daher nicht quer, sondern parallel zum Salettl platziert werden. Diesen Wunsch hatte das Gremium schon bei seiner Sitzung geäußert.

Doch die Umsetzung, an der die Käfer-Architekten bereits arbeiten, ist nicht ganz einfach. „Das Gebäude kann nicht parallel zum Salettl errichtet werden“, sagt Maximilian Hartberger, der seit Mai in Kaltenbrunn am Ruder ist und das Schiff nach dem mehrmaligen Personalwechsel auf dem Führungsdeck wieder auf Kurs bringen soll. Der Platz wäre zum einen zu klein, und zum anderen stehen dort zwei riesige, uralte Kastanien, die auf keinen Fall gefällt werden sollen. Laut Hartberger habe man den Mitgliedern des Ortsplanungsausschusses bei dem „intensiven, aber sehr harmonischen Treffen“ klar gemacht, dass die angedachte Position frontal zum See die einzig mögliche sei. Allerdings, so der Geschäftsführer, werde man den Ausschank-Riegel um fünf auf 15 Meter verkürzen. Zudem solle er in östliche Richtung verschoben werden, also näher zum Bestandsbau heranrücken. Damit solle die Sichtachse vom Parkplatz auf den See nicht beeinträchtigt werden. Auch an der Höhe werde noch gefeilt. „Die Planer sind gerade dabei, alle Vorgaben zu prüfen. Letzte Details sind noch nicht geklärt“, sagt Hartberger.

Ob die Pläne noch vor der Sommerpause den Ortsplanungsausschuss erneut beschäftigen werden, ist offen. Die nächste Sitzung des Ortsplanungsausschusses findet am Montag, 24. Juli, statt, dann geht’s erst wieder im September weiter. Dann kommt der Herbst, und da ist die Biergartensaison schon wieder am Ausklingen. Für die Betreiber kein Grund, den Neubau nicht doch noch heuer zu realisieren: „Unser Ziel ist der Aufbau noch in diesem Jahr“, stellt Hartberger klar. „Vielleicht haben wir ja einen schönen Herbst. Und wenn nicht, dann nutzen wir das Gebäude halt im Winter.“ An der Gestaltung des Biergartens soll auch noch gearbeitet werden. Die bestehenden Tische und Bänke sollen mit einer üblichen Biergartenbestuhlung ergänzt werden. Bis es so weit ist, bleibt Passanten nichts anderes übrig, als sich in der Gaststätte bedienen zu lassen oder auf den nächsten Biergarten-Sommer zu hoffen.

gr

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