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So ein Labrador war in den Vorfall verwickelt.

Hat Labrador tatsächlich gebissen oder nur gezwickt?

Nach Attacke in Gmund: Jetzt wehrt sich der Hundehalter

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Gmund - Ein Labrador soll einen Rentner in Gmund gebissen haben. Oder doch nur gezwickt? Jetzt schildert der Hundehalter seine Version des Vorfalls.

Der Vorfall am Dienstagabend in Gmund, bei dem ein nicht angeleinter Hund einen 77-jährigen Rentner gebissen haben soll, sorgt weiter für Aufregung. Was ist wirklich passiert gegen 17 Uhr in der Bichlmayrstraße? Jetzt hat sich der Hundehalter gemeldet, um seine Sicht der Dinge zu schildern: Ja, es sei richtig, dass er mit dem Rad unterwegs gewesen und der Hund nicht angeleint gewesen sei. Er sei aus Richtung Buchenwald gekommen, habe die Straße überqueren und den Hund gerade anleinen wollen, als sein Labrador plötzlich auf den 77-Jährigen zulief. „Der Mann fuchtelte wie wild mit den Händen“, berichtet der Hundehalter, der namentlich nicht genannt werden will. Daraufhin habe sein Hund den Mann „gezwickt, aber nicht gebissen“. Dies könne er deshalb sagen, weil die Jacke nicht beschädigt war. Es habe sich jedoch Sabber des Hundes auf der Jacke befunden, und den habe er weggewischt. „Ich habe mich entschuldigt und dann aber entfernt, um den Hund zu beruhigen.“ Es sei richtig, so der Besitzer des Tieres, dass er dem Rentner seine Kontaktdaten nicht gegeben habe, „aber er hat mir seine auch nicht gegeben“. 

Dass der Geschädigte sich sogleich auf den Weg zur Polizei machte und seine Version des Vorfalls zu Protokoll gab, habe er am Donnerstagmorgen aus der Zeitung erfahren. Daraufhin habe sich er wiederum gleich bei der Polizei gemeldet. Dass die Beamten erklärten, es gebe keine Spur von dem Hundehalter, könne er also nicht nachvollziehen. Tatsächlich ist es so, dass der zuständige Sachbearbeiter bei der Polizei frei hatte. Erst am Samstag ist er wieder im Dienst, dann wird der Hundehalter seine Version bei der Polizei offiziell zu Protokoll geben. Anschließend wird zu klären, ob es sich um einen schwerwiegenden Vorfall handelt. „Wir nehmen alles genau auf“, sagt Stefan Finkenzeller von der PI Bad Wiessee, der sich nur an wenige Streitereien mit Hundehaltern erinnern kann, die auch bei der Polizei gemeldet werden. „Dieser Fall ist sicherlich schwierig.“ Der Vorwurf laute auf fahrlässige Körperverletzung. Dies, so der Beamte, habe eine Geld- oder sogar Freiheitsstrafe zur Folge. „Und da wird zunächst nicht unterschieden, ob das durch einen Hund oder einen Menschen passiert ist.“

gr

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