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Rund 600 Besucher feierten in einem Stadel bei Ostin ein ausgelassene, aber friedliche Party.

Party am Oedberg offenbar zu laut

Landjugend feiert – Nachbar ruft Polizei

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Wenn die Landjugend Gmund feiert, dann ist beste Stimmung garantiert. Am Wochenende stieg zum zweiten Mal die „April-April-Party“ – doch Anwohner in Ostin waren nicht begeistert. 

Gmund – Knapp 600 Jugendliche über 16 Jahre wollten am vergangenen Samstag nur eins: feiern. Weil es sich immer mehr herum spricht, dass die Landjugend Gmund gelungene Feste organisiert, kam das Partyvolk nicht nur aus dem Tegernseer Tal, sondern bis aus der Rosenheimer Gegend. In einem Stadel beim Angerlweber, am Fuße des Oedbergs, wurde dann ausgelassen und friedlich getanzt und gefeiert. DJ „Flogge“ (Florian Killinger) sorgte für Stimmung, Essen, Trinken und alles Weitere wie ausreichend Toiletten und Parkplätze waren organisiert. Sogar ein Security-Service war engagiert. „Es war alles ordentlich genehmigt“, sagt Vorsitzender Maximilian Bichler. Bis 2.30 Uhr durfte der DJ auflegen. 

Ausgerechnet Anwohnern in Ostin, die durch den Skibetrieb und das jährliche Waldfest doch Einiges an Lärm gewohnt sein müssten, war die Party offenbar zu laut. Sie beschwerten sich bei der Polizei. Und die schaute im Rahmen ihrer Streifenfahrt nach dem Rechten. „Wir haben uns die Genehmigungen vorzeigen lassen, und damit war alles in Ordnung“, sagt der Stellvertretende Wiesseer Dienststellenleiter Roman Hörfurter. Weitere Zwischenfälle habe es nicht gegeben.

„Freilich, wir können schon nachvollziehen, dass so ein Fest manchen Leuten nicht passt“, sagt Maximilian Bichler. „Aber wir haben uns an alles gehalten.“ Pünktlich um 2.30 Uhr habe Ruhe geherrscht, gegen 3 Uhr hätten sich die letzten Besucher auf den Heimweg gemacht.

Martina Karge wohnt mit ihrer Familie nur 50 Meter entfernt vom Party-Stadel. Für sie ist es unverständlich, dass es Leute gibt, die gleich die Polizei rufen. Vor allem findet sie es lobenswert, „dass es Jugendliche gibt, die sich noch miteinander beschäftigen, anstatt in den Zimmern vor dem Computer zu sitzen.“ Sie habe sich selbst ein Bild von allem gemacht und sei „beeindruckt und begeistert, was da auf die Beine gestellt wurde.“ Zumal im Tegernseer Tal nicht viel für die Jugend geboten sei. Ihr Appell an die Landjugend: „Macht weiter so und lasst Euch nicht entmutigen!“

Der Vorsitzende geht davon aus, dass es im nächsten Jahr eine Neuauflage gibt. Schließlich spült so ein Fest auch Geld in die Kasse. Ein Teil der Erlöse, die bei Landjugend-Aktionen erzielt werden, wird dann sozialen Zwecken gespendet. Aus der Ruhe lässt sich die Landjugend nicht bringen. Die nächste Gaudi, das Gassler Weinfest in der Stückler-Halle, steht am 25. August im Terminkalender – zum 28. Mal.

gr

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