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Auf dieser Wiese am Bauhof will die Gemeinde bauen.

Protest gegen Gebäude hinter Gmunder Bauhof

Gemeindehäuser: Nachbarn lassen Bau rechtlich prüfen 

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Gmund - Die Gemeinde Gmund hat erstmals konkrete Pläne für ihre beiden Mehrfamilienhäuser am Bauhof präsentiert. Doch die Anwohner wollen die Häuser nicht kampflos akzeptieren.

Wutschnaubend verließ Konrad Wandinger nach der Abstimmung den Sitzungssaal. Im Gefolge zahlreiche Anwohner der Hirschbergstraße. Sie und damit die Öffentlichkeit, bekamen erstmals konkret zu sehen, was die Gemeinde auf ihrem eigenen Grundstück hinter dem Bauhof vorhat: den Bau von zwei schlichten, jeweils 12,50 mal 22,80 Meter großen, zweistöckigen Häusern mit insgesamt 14 unterschiedlich großen Wohnungen – eine davon behindertengerecht – und einer Tiefgarage.Die Häuser sollen zu maximal einem Drittel an anerkannte Flüchtlinge vermietet werden. Die restlichen Wohnungen sollen sozial schwache Mieter oder Mitarbeiter von Gemeinde oder Feuerwehr bekommen.

So sieht eines der beiden Häuser von Süden aus. 

Wandinger wohnt neben dem Bauhof und fürchtet um eine Wertminderung seines Besitzes. Seinem Unmut darüber hatte er schon im April Luft gemacht. So extrem wie er sehen die anderen Nachbarn das Vorhaben der Gemeinde zwar nicht, doch sie wollen es nicht kampflos akzeptieren. 

Sie wissen einerseits, dass sie sich gegen das Bauprojekt wohl nicht wehren können, wollen dennoch nichts unversucht lassen. Zehn Familien haben sich inzwischen zusammengeschlossen. „Wir werden prüfen lassen, ob die Häuser wirklich so groß sein müssen und ob das nicht an einer anderen Stelle ebenso möglich gewesen wäre.“ Zu dieser Auffassung kamen sie nach der Sitzung. Nicht nur die Größe ist für sie ein Kritikpunkt: Die Gemeinde hätte die 2000-Quadratmeter-Fläche, „ein Filetstück im Ort“, für den Bau von Einfamilienhäusern verkaufen können, die in die Umgebung passen und mit dem vermutlich „schönen Erlös“ woanders bauen sollen.

"Wir sind keine Fremdenhasser"

Bürgermeister Georg von Preysing (CSU), der die Nachbarn bereits schriftlich informiert hatte, begründete das Projekt in der Sitzung des Ortsplanungsausschusses erneut ausführlich: Die Gemeinde müsse handeln, weil die Zahl der anerkannten Flüchtlinge immer größer werde. „Wir müssen sie unterbringen, sonst sind sie obdachlos“, sagte Preysing. „Wir sind keine Fremdenhasser, sondern Realisten und können die Augen nicht verschließen.“ In Häusern wie diesen sei Integration möglich, so der Rathauschef. „Das ist besser als Ghetto-Bildung woanders.“ Zudem brauche Gmund Wohnraum für Mitarbeiter und auch für Mieter, die aus anderen Gemeindewohnungen umgesiedelt werden müssten. „Dass wir auf dem Grund irgendwann mal bauen werden, haben die Nachbarn immer gewusst.“ Da jetzt staatliche Zuschüsse möglich seien und die Gemeinde aufs Geld schauen müsse, werde sie jetzt bauen. 

Bauamtsleiterin Christine Lang stellte die Pläne im Detail vor. Die Zufahrt zu den Häusern mit unterschiedlichen Firstrichtungen und einer Tiefgarage mit Platz für 13 Fahrzeuge erfolgt über die Bauhofzufahrt. Diese wird verlängert. Sieben Parkplätze sind oberirdisch angesiedelt. 

Der Ortsplanungsausschuss steht einstimmig hinter dem Bauantrag und auch dem Bebauungsplan, auch wenn Christine Zierer (FWG) die Raumaufteilung der Wohnungen nicht optimal findet. Preysing: „Wir haben klare Vorgaben der Regierung, sonst gibt’s kein Geld.“

gr

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