Neuer Standort: Der Bikepark kommt nun an den Oedberg. Im Waakirchner Gemeinderat wurde das bedauert. Die Kommune hätte sich gerne beteiligt.
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Der Bike-Park soll am Oedberg in Ostin entstehen. Als Voraussetzung dafür hat die Gemeinde Gmund nun den Flächennutzungsplan geändert.

Grundstücke am Oedberg werden zu Sondergebiet Freizeit und Erholung

Nächster Schritt in Richtung Bike-Park: Gemeinde Gmund ändert Flächennutzungsplan

Der nächste Schritt in Richtung Bike-Park ist geschafft. Für die Schaffung des Freizeitgeländes am Oedberg in Ostin wurde nun der Flächennutzungsplan geändert. Nicht alle waren einverstanden.

Gmund – Ein Jahr ist es her, dass Ralf Jirgens und Simon Englhart ihre Idee eines Bike-Parks vorgestellt haben. Doch die Wahl des geeigneten Standortes erwies sich als keineswegs einfach und lieferte Anlass zu lebhaften Diskussionen. Nach Standorten in Finsterwald und an der Kreuzstraße landete das Projekt am Oedberg, auf einer Wiese östlich des Freizeitgeländes. Eingereicht hatte den Antrag Landschaftsarchitektin Maria Haslauer, die selbst Mitglied der Bike-Crew ist. Unterstützung erhält das Projekt auch von der Oedberg GmbH.

Pumptrack, Holzelemente am Hang, ein kleiner See: Das wird der Bikepark

„Jetzt sind wir einmal quer durch das Ortsgebiet“, konstatierte Bürgermeister Alfons Besel (FWG), als das Thema auf der Tagesordnung der Gemeinderatssitzung stand. Nach Vorstellung der Initiatoren soll auf dem etwa zwei Hektar großen Gelände, das derzeit als Ausweichparkplatz genutzt wird, ein Pumptrack in Asphaltbauweise von 900 Quadratmetern entstehen, außerdem eine 3000 Quadratmeter große Fahrbahn mit wassergebundener Oberfläche und Holzelementen am Hang. Zusätzlich ist eine Hütte mit Terrasse geplant. Ein kleiner See mit maximal 70 Zentimetern Tiefe und Kiesstrand ist daneben vorgesehen. Mit mehreren Baumreihen als Ortsrandeingrünung soll die Anlage nach Osten optisch abgeschlossen werden.

Bauabteilung des Landratsamtes hält Genehmigung für „grundsätzlich möglich“

Nach der Zustimmung der Gemeinde im Sommer war der Antrag zur weiteren Bearbeitung an das Landratsamt weitergeleitet worden. Zu dem Vorhaben habe mittlerweile eine Besprechung mit den Fachbehörden stattgefunden, erklärte Besel. Die Bauabteilung halte eine Genehmigung für „grundsätzlich möglich“, habe aber auf die erforderliche Änderung des Flächennutzungsplans hingewiesen, der dem Vorhaben „derzeit entgegensteht“.

Naturschutz steht den Bike-Park-Plänen kritisch gegenüber

Kritisch steht der Naturschutz dem Projekt gegenüber. Es werde in ein schutzwürdiges Landschaftsbild eingegriffen, lautete die Begründung. Eine endgültige Aussage, ob eine Befreiung oder eine Herausnahme aus dem Schutzgebiet notwendig sei, habe die Behörde nicht getroffen, erklärte Besel.

Da das Gelände zugleich im Wasserschutzgebiet liegt, seien die entsprechenden Vorgaben zu beachten. Ein „k.o.-Argument“ sei das aber sicherlich nicht, glaubte Besel. Denn nach erster Einschätzung des Wasserwirtschaftsamtes wäre die Umsetzung des Projekts durchaus möglich. Eine konkretisierte Stellungnahme werde hier noch eingeholt. Baurechtlich könnte der Bike-Park alleine im Zuge einer Baugenehmigung bewilligt werden. Doch in Kombination mit der schon länger in Planung befindlichen Erweiterung des Campingplatzes müsste ein Bebauungsplan aufgestellt werden, bei dem auch die Regierung von Oberbayern mitzureden hätte.

Drei Gemeinderäte stimmen gegen Änderung des Flächennutzungsplans

Schließlich stimmte das Gremium gegen drei Stimmen zu, den Flächennutzungsplan für die insgesamt drei Grundstücke, auf denen der Bikepark entstehen soll, zu ändern und diese in ein „Sondergebiet für Freizeit und Erholung“ umzuwandeln.

Lesen Sie hier: Kontroverse Diskussion über Bikepark-Idee: Trails in Gmund nicht erwünscht

Stefan Gernböck

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