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Diese gefährliche Engstelle in Dürnbach wird durch den Neubau etwas entschärft.  

Pläne für Geschäftshaus wurden überarbeitet

Dürnbacher Nadelöhr wird entschärft

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Die Engstelle am Gasthaus Jennerwein nervt Autofahrer gewaltig. Jetzt kommt das Haus gegenüber weg und die Engstelle wird etwas entschärft.

Dürnbach Plastikplanen, die bei einem der letzten Stürme befestigt wurden, wehen vom Dach, morsche Holzlatten stützen die Wände: Kurzum: Das Wohnhaus an der Münchner Straße 152 in Dürnbach, gegenüber dem Gasthof Jennerwein, steht kurz vorm Einsturz. „Kann dieser Altbestand nicht endlich mal weg?“, fragte Johann Schmid (SPD), als jetzt im Gmunder Gemeinderat über die Änderung der Pläne für den Neubau eines Geschäftshauses an dieser Stelle diskutiert wurde.

Im November 2016 hatte Florian Kohler, zugleich Inhaber des gegenüberliegenden Gasthauses und zugleich Inhaber der Büttenpapierfabrik Gmund erstmals Pläne vorgelegt. Sie wurden überarbeitet – auch deshalb, weil der Gemeinde sehr an der Beseitigung der gefährlichen Engstelle gelegen ist.

Tatsächlich ist nun eine Entschärfung geschafft. Der geplante, knapp 16 mal acht Meter große Neubau wurde gegenüber der ursprünglichen Planung Richtung Bundesstraße verschoben. Überhaupt ist das einstöckige Haus um acht Meter kürzer als der jetzige Bau. Im Erdgeschoss soll ein Laden eröffnen. Im Obergeschoss ist ein Büro geplant. Der jetzige Parkplatz, der von Gästen im Wirtshaus genutzt wird, entfällt und wird durch Parkplätze am anderen Ende des Hauses ersetzt. Diese gruppieren sich um einen großen Baum, der neu gepflanzt wird. Denn zwei der jetzigen Bäume müssen weg, informierte Bauamtsleiterin Christine Wild.

Das Haus soll zudem einen 1,20 Meter großen Erker bekommen, auf dem ein Balkon aufsitzt. An der „heiklen“ Seite zur Engstelle soll zudem die Hauswand an einem Eck zurückversetzt werden. Neu ist auch eine Holzverkleidung, die die in das obere Stockwerk führende Außentreppe vor Wind und Wetter schützen soll. Auf Nachfrage von Franz von Preysing (CSU) merkte Wild an, dass die Verkleidung laut Gestaltungssatzung nicht verboten sei. Vize-Bürgermeister Georg Rabl (FWG) fand, dass die nun vorliegende, „aufgelockerte“ Planung das Haus nicht mehr so „eingezwickt erscheinen lasse.

Was die Situation für die Fußgänger betrifft, so berichtete Bürgermeister Georg von Preysing (CSU) von Verhandlungen, die noch mit dem Eigentümer des Gehwegs, Florian Kohler, laufen. Man versuche eine ordentliche Widmung als Gehweg hinzubekommen. Mit der neuen Planung wirke die Straße immerhin breiter.

 „Der Engpass wird nicht breiter“, widersprach Helga Wagner (Grüne) und kündigte an, die Pläne abzulehnen. Franz von Preysing sowie Martina Ettstaller (CSU) schlossen sich ihr am Ende an. Und wann folgt der Abriss? „Sobald das Landratsamt alles genehmigt hat“, sagte Preysing. Andernfalls habe Kohler keinen Bestandsschutz mehr, der ihm die immer noch sehr geringen Abstandsflächen zur Straße erlaube.

gr

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