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Zwei Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 14 Wohnungen sind an der Hirschbergstraße auf einem Grundstück der Gemeinde Gmund entstanden. Das Gebäude im Vordergrund soll schon im November bezogen werden.

Gemeindehäuser an der Hirschbergstraße bald bezugsfertig 

Großer Run auf neue Sozialwohnungen in Gmund

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Die Gemeindehäuser an der Hirschbergstraße in Gmund sind fast fertig. Im östlich gelegenen Gebäude sollen schon im November die Mieter einziehen. Insgesamt sind 14 Wohnungen entstanden – sie waren heiß begehrt.

Gmund – Für Einheimische mit kleinem Geldbeutel und für anerkannte Asylbewerber sind die beiden Mehrfamilienhäuser gedacht, die auf einem gemeindlichen Grundstück hinter dem Gmunder Bauhof errichtet wurden. Das so genannte Haus Ost ist so gut wie fertig, das westlich gelegene Gebäude soll im Mai folgen, wie Rathaus-Geschäftsführer Florian Ruml berichtet. Wer die Mietwohnungen bekommt, ist mittlerweile ebenfalls geklärt. Das Ausschreibungsverfahren ist abgeschlossen.

Die Nachfrage, erklärt Ruml, war dabei deutlich größer als das Angebot. Unter 32 Bewerbungen musste die Gemeinde in einem internen Verfahren auswählen. Dabei kamen auch zweimal anerkannte Asylbewerber zum Zug – eine Familie mit Kindern und eine alleinstehende Person. Ursprünglich waren sogar vier Wohneinheiten für Flüchtlinge vorgesehen.

Die Kriterien, wonach die Gemeinde die Wohnungen vergeben hat, sind schon in den Förderrichtlinien festgelegt. Laut Ruml sollten diejenigen Haushalte den Zuschlag bekommen, „die sich auf dem freien Wohnungsmarkt nicht mit angemessenem Wohnraum versorgen können“. Demnach spielten sowohl das Einkommen und die Personenzahl der Haushalte eine Rolle als auch deren Ortsansässigkeit. „Nachdem es sich um ein gemeindliches Projekt handelt, sollten vorrangig unsere eigenen Bürger zum Zug kommen“, macht der Geschäftsleiter deutlich. Schließlich flossen noch soziale Gesichtspunkte – sprich die Frage, ob ein Bewerber eine Schwerbehinderung hat – ins Auswahlverfahren mit ein.

Rund 4,2 Millionen Euro hat der Bau der gemeindlichen Häuser inklusive Tiefgaragen verschlungen. Allerdings bekommt Gmund staatliche Fördergelder in Höhe von rund 2,6 Millionen Euro.

Das Projekt ist nicht unumstritten. Anlieger hatten sich vehement gegen den Bau der Sozialwohnungen in ihrer Nachbarschaft gewehrt. Noch immer sind nach den Worten Rumls drei Klagen offen. In zwei Fällen ist das Landratsamt Miesbach der Beklagte – hier geht es um die Baugenehmigung an sich und um das bauaufsichtliche Einschreiten der Behörde. Die dritte Klage richtet sich gegen die Gemeinde und den zugrunde liegenden Bebauungsplan.

Der Rathaus-Geschäftsführer sieht dem Ausgang dieses Rechtsstreits gelassen entgegen. „Auch ohne Bebauungsplan hätte Baurecht auf dem Grundstück bestanden“, argumentiert er. Einen Antrag der Kläger auf vorläufigen Baustopp hatte das Gericht schon im Herbst vergangenen Jahres abgelehnt.

gab

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