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Leitet den neuen Rewe-Markt in Gmund: Kerstin Bradtke.

Rewe im Maximilian öffnet am 14. Juli

Countdown für größten Laden am Tegernsee

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Gmund - Der Countdown läuft: Am Donnerstag, 14. Juli, 7 Uhr, öffnet der neue Rewe im Maximilian. Er soll die Gmunder Ortsmitte beleben. Und alle hoffen, dass der Laden läuft.

Im April war Richtfest, jetzt sind es nur noch wenige Tage bis zur Eröffnung. Draußen sind Handwerker im Dauereinsatz, drinnen füllt sich ein Regal nach dem anderen. Kerstin Bradtke, Leiterin des neuen Rewe-Geschäfts und selbständige Partnerin des Konzerns, ist an allen Ecken und Enden gefragt. Doch die gebürtige Münchnerin freut sich auf ihren Job. Sie hat eine Blitz-Karriere hingelegt: Nach dem Abitur hatte sie als Aushilfe an der Kasse angefangen – jetzt ist sie Leiterin eines Vollsortimenters mit einer Verkaufsfläche von 1240 Quadratmetern. „So groß wie keiner am Tegernsee“, sagt sie stolz. Offiziell spricht das Landratsamt Miesbach von 950 Quadratmetern. Zum Vergleich: Aldi in Weissach hat 1000 Quadratmeter, Lidl in Tegernsee 1150.

Über diesen Rollsteig gelangt man vom Parkdeck ins Geschäft.

Das Rewe-Rot dominiert in dem L-förmigen Laden, der nicht nur das gängige Sortiment bietet, sondern sich speziell an Bedürfnissen in einer Tourismus-Region orientiert. Heiße und kalte Imbisse sowie eine Salatbar sollen Appetit machen, modernste Kühl-Regale, die sich beidseitig über die komplette Länge des Ladens erstrecken, sollen keine Wünsche offen lassen. Bradtke legt Wert auf regionale Produkte, sie sollen mehr und mehr in den Regalen zu finden sein. Auch ein Getränkemarkt ist integriert. Im Eingangsbereich öffnet die Bäckerei Gschwendtner, die seit 1999 an der Mangfallbrücke einen Laden betreibt, einen Verkauf mit Café. Die pinkfarbene Einrichtung steht schon, Bestuhlung draußen soll folgen. 

Glänzt hübsch frisch: Der Rewe von außen.

Jetzt muss das Konzept nur noch funktionieren und sich gegenüber dem Dorfplatz in Dürnbach behaupten, der sich über die Jahre als Einkaufszentrum bei den Einheimischen etabliert hat. „Wir sind größer als die Märkte in Dürnbach und haben ein riesiges Sortiment“, sagt Bradtke. Angst vor der Konkurrenz? Die engagierte Chefin sagt klar: „Nein“. Zum Dreh- und Angelpunkt könnte die Parksituation werden: Kunden, die mit dem Auto kommen, müssen ein ebenerdiges Parkdeck ansteuern, um von dort über einen etwa 15 Meter langen Rollsteig in die höhere Ebene und zum Geschäft zu gelangen. 80 Parkplätze stehen insgesamt zur Verfügung. „50 sind für Rewe-Kunden da, der Rest für künftige Besucher der Gaststätte im Maximilian und für Mieter in den Wohnungen“, erklärt die Markt-Leiterin. Man werde genau ein Auge auf die Nutzer haben, andernfalls müsse eine Schrankenanlage, die bereits installiert ist, in Betrieb gehen. Bis 22 Uhr soll die Garage geöffnet sein.

Beim Maximilian tut sich was: ein Rundgang in Bildern

Wer zu Fuß kommt, muss entweder 15 Treppen überwinden oder sich von einem gläsernen Aufzug nach oben befördern lassen. Zehn Schrägparkplätze sind direkt an der Straße mit Abbiegespur angelegt. Ringsum sind die Ladenbesitzer froh, wenn’s endlich losgeht. „Wir sind positiv gestimmt“, sagt Sylvia Keller, die seit 25 Jahren mit ihrem Mann Wolfram gegenüber eine Apotheke betreibt und seit dieser Zeit den Verfall des Maximilian miterlebt hat. Die Kellers sind überzeugt, dass ihre Apotheke von der Eröffnung profitiert. „Das ist ein echter Neuanfang für Gmund.“ Die Parkgarage empfindet sie nicht als Hindernis. Bäckereibesitzer Franz Gschwendtner spricht von einem „Riesen-Gewinn“ für Gmund. Vorsichtshalber wird er seinen Laden an der Mangfall vorerst behalten. „Schließlich wissen wir noch nicht, wie sich die Autofahrer auf der Durchreise verhalten“, sagt Gschwendtner. Mit Öffnungszeiten von 7 bis 20 Uhr, die denen des Rewe-Marktes entsprechen sowie vielen Aktionen, auch sonntags, will er die Kunden überzeugen. 

Bis sämtliche Bauarbeiter am Maximilian abrücken, dauert's noch: Die Brauerei lässt den alten Gasthof sanieren. Bis zum Winter soll die Außenfassade wieder ansehnlich sein, so der Plan.

gr

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