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Im voll besetzten Neureuthersaal verkündete Bürgermeister Alfons Besel (stehend) auch überraschende Neuigkeiten. 

Grundstücksgeschäfte erfolgreich abgeschlossen

Überraschende Neuigkeit bei Bürgerversammlung: Lückenweg wird geschlossen

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Bei der Gmunder Bürgerversammlung wartete Rathaus-Chef Alfons Besel (FWG) mit einer Überraschung auf. Der berüchtigte Lückenweg zwischen Dürnbach und Finsterwald kann geschlossen werden - wenigstens zum Teil.

Gmund – Eine digitale Präsentation, ein Headset-Mikro für den Bürgermeister, Hörhilfen für Gäste, eine bunte, 24-seitige Informationsbroschüre zum Status Quo der Gemeinde, Energiesparkisten zum Ausleihen und zünftige Musik: Bei der Gmunder Bürgerversammlung am Donnerstagabend rollte die Gemeinde zur Stärkung des Gemeinschaftssinns quasi den roten Teppich aus. Man wollte zeigen: Es macht Freude, in Gmund zu leben.

Die Rahmenbedingungen der Versammlung und die Rückschau auf positive Entwicklungen im Jahr 2019 waren das eine. Zum anderen konnte Besel von drei wichtigen, nun zum Abschluss gebrachten Grundstücksgeschäften berichten.

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Unter dem Tagesordnungspunkt „Radverkehrskonzept“ teilte er mit, dass die Verhandlungen für das Grundstück beim so genannten Lückenweg endlich Erfolg hatten. Mit anderen Worten: Die größere Lücke im Radweg zwischen Dürnbach und Finsterwald, mit der die Gemeinde Gmund 2017 deutschlandweit zur Lachnummer wurde, kann nun endlich geschlossen werden. Wo noch vor drei Jahren von Enteignung und von Gefahren für die Radler gesprochen wurde, kam es jetzt durch Verhandlungen zu einer Einigung mit dem Grundstücksbesitzer. Besel erwähnte diese Neuigkeit schon fast beiläufig und erklärte: „Der Lückenschluss kann leider erst im Juni – wenn die Auftragsbücher der Tiefbaufirmen es zulassen – erfolgen.“ Dennoch quittierten die Gmunder die Nachricht im voll besetzten Neureuthersaal mit Applaus. Bezüglich der kleineren Lücke steht die Gemeinde noch in Verhandlungen mit dem Grundeigentümer.

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Anerkennung gab es auch für zwei weitere Grundstücksgeschäfte: „Die Gemeinde konnte zum Jahreswechsel ein 80 000 Quadratmeter großes Grundstück hinter dem Tegernseer Hof erwerben. Somit ist nicht nur der Eisplatz gesichert, sondern auch die landwirtschaftliche Fläche“, verkündete Besel und lobte in diesem Zusammenhang die Landwirtschaft als „das Beste, was uns passieren kann in Sachen Lebensqualität und Landschaftspflege“. Der Bürgermeister forderte: „Die jungen Landwirte müssen spüren, dass wir ihre Produkte und Leistungen in der Landschaftspflege unterstützen.“

Kaltenbrunn-Besitzerin Schörghuber verkauft Grund an die Gemeinde

Der Dank des Bürgermeisters ging aber auch an eine unerwartete Adresse, nämlich an Alexandra Schörghuber. Die Besitzerin von Gut Kaltenbrunn hat der Gemeinde das 2000 Quadratmeter große Grundstück am Ortseingang verkauft, das sich an das Bahnhofsgelände anschließt. „Jetzt können wir frei und unabhängig von Investorenwünschen die Ortsmitte und das Bahnhofsareal überplanen“, erklärte der Bürgermeister erfreut.

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Knapp zwei Stunden lang präsentierte Besel mit Schwung, Stolz und offensichtlicher Freude seine eigene Arbeit, die des Gemeinderats sowie der Verwaltung im Rathaus. Nicht zuletzt mit Unterstützung der „Feierabendmusi“ kam bei dieser Bürgerversammlung unter den Gmundern echte Freude auf.

ak

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