Ostbahnhof für alle S-Bahnen gesperrt: Das müssen Sie jetzt wissen

Ostbahnhof für alle S-Bahnen gesperrt: Das müssen Sie jetzt wissen
+
Zwei große Autohäuser liegen jetzt in Gmund gegenüber: Oberhalb der Bundesstraße eröffnet VW (l.), seeseitig hat Mercedes (r.) seinen Neubau schon in Betrieb genommen.  

Mercedes und VW künftig gegenüber

Gmund, der neue Autostandort

  • schließen

Gmund entwickelt sich weiter zum Autostandort. Ab 4. Oktober liegen VW und Mercedes gegenüber. Hinter den Autohäusern steckt ein interessantes Firmenkonstrukt.

Gmund – Die offizielle Eröffnung wurde noch nicht gefeiert, aber der Betrieb läuft schon im neuen Firmengebäude der Mercedes-Benz AVG Auto-Vertrieb-GmbH. Wo früher den Autofahrern auf dem Weg von Gmund in Richtung Tegernsee ein schlichtes weißes Gebäude mit kleinen Fenstern ins Auto stach, beeindruckt nun ein moderner Glas- und Stahlbau. 

Sich für die Zukunft rüsten und den Standort Gmund weiterentwickeln – so lautete das Ziel der AVG. Deren Pläne waren im Januar 2015 vom Gmunder Ortsplanungsausschuss mehrheitlich befürwortet worden. Es gab auch Kritik: Die Versiegelung der nördlichen Wiese wurde vor allem von Grünen-Rätin Helga Wagner bemängelt. „Wir brauchen keinen Autotempel wie den der AVG und sollten weg kommen vom Autoverkehr“, wettere Wagner. Wegen der notwendigen Verschiebung des bestehenden Gebrauchtwagen-Parkplatzes Richtung Norden musste die Gemeinde eine Einbeziehungssatzung erlassen. Gmund musste zudem 203 Quadratmeter ökologische Ausgleichsfläche nachweisen. „Wir werden am Nordrand des Parkplatzes einen Hag aus Laubbäumen anpflanzen“, kündigt die Gmunder Bauamtsleiterin Christine Wild an.

Der Bau, der länger gedauert hat als geplant, steht also. Auch die Tankstelle hat ihr optisches Erscheinungsbild geringfügig geändert. „Nur die Werbeanlagen fehlen noch“, sagt Susanne Meisinger, Geschäftsführerin aller sechs AVG-Standorte in Gmund, Raubling, Rosenheim, Bad Tölz, Wasserburg und Holzkirchen sowie Leiterin des Gmunder Centers. Die Gemeinde war nicht ganz einverstanden mit der geplanten Größe und dampfte die beantragten Werbeanlagen ein. Meisinger ist trotzdem schon jetzt sehr zufrieden: „Der Neubau ist für uns und die Gemeinde ein Gewinn.“ Das Überqueren der Bundesstraße gehört durch die Konzentration auf den seeseitigen Bereich der Vergangenheit an.

In dem hangseitigen Gebäude zieht nun das Autohaus Lechner ein, das seinen Sitz seit 1972 in Rottach-Egern hatte. Seit 2013 leitet Nasip Kosumi den Betrieb. Der 35-Jährige ist froh, dass die bisher beengten Verhältnisse der Vergangenheit angehören. Eine Kfz-Halle mit acht Hebebühnen steht zur Verfügung, die Zahl der Mitarbeiter wird um zwei auf 14 aufgestockt. „Wir sind hier locker drei- bis viermal größer als in Rottach-Egern“, freut sich Kosumi. Er ist stolz darauf, „künftig an der wichtigsten Hauptstraße am Tor zum Tegernsee“ zu liegen.

Mit der Eröffnung am 4. Oktober verliert die Autohaus Lechner GmbH allerdings ihre Selbständigkeit. Sie fusioniert mit dem Volkswagen Zentrum Rosenheim, der Ludwig Wallner GmbH. Deren Geschäftsführer ist Richard Meisinger, Vater der Gmunder AVG-Geschäftsführerin Susanne Meisinger. Im Besitz der Wallner GmbH befindet sich auch teilweise das Gelände der AVG-Niederlassung. Die Liaison von VW und Mercedes in Gmund – eine interessante Konstellation, wenn man bedenkt, wie hart der Automarkt umkämpft ist.

Zurück zum Autohaus Lechner, das künftig als Zweigniederlassung der L.Wallner GmbH firmiert, und zur künftigen Konkurrenz-Situation mit anderen VW-Autohäusern im Landkreis: „Es gilt der klassische Gebietsschutz“, weiß Susanne Meisinger. „Der Konzern hat das abgesegnet.“

Neueröffnung auch in Waakirchen

Interessierte Besucher: Beim Familienfest zur Eröffnung des Skoda-Baus schauten sich potenzielle Kunden die Boliden an.

Auch das Autohaus Weingärtner in Waakirchen hat seinem Firmengelände ein neues Gesicht gegeben: Am Wochenende wurde mit einem zweitägigen Familienfest der neue, 840 Quadratmeter große Skoda-Bau eröffnet – mit viel Glas und dem charakteristischen Skoda-Farben in Grün, Weiß und schwarzen Linien. Der Gemeinderat hatte den Bau gerne befürwortet, zumal ein altes Gebäude dafür schon 2015 abgerissen worden war und das Autohaus, mit einem weiteren Standort in Miesbach und einem Karosserie- und Lackzentrum in Schaftlach, eine lange Familientradition im Ort hat. Beim Eröffnungsfest mit einem bunten Programm, Musik und Verpflegung, gab’s sogar einen Skoda-Citigo im Wert von 10 000 Euro zu gewinnen.

gr

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Gemeinderat will keinen Kandlinger-Datschi in Gmund
Familie Kandlinger hätte für ihre Haushamer Datschi-Manufaktur gerne an der Kreuzstraße einen Datschi-Verkaufsstand eröffnet. Der Gemeinderat sagt deutlich Nein. 
Gemeinderat will keinen Kandlinger-Datschi in Gmund
Lanserhof zum dritten Mal in Folge „Best Medical Spa“
Der Lanserhof ist weit über den Tegernsee hinaus bekannt und hat den Hattrick geschafft: Zum dritten Mal in Folge ist das Luxus-Ressort unter den Gewinnern des „World …
Lanserhof zum dritten Mal in Folge „Best Medical Spa“
Ohne Schutzausrüstung: Snowboarder nach Sturz schwer verletzt
Er war gestürzt und bewusstlos liegen geblieben - für einen 17-jährigen Snowboarder nahm der Pistentag auf der Sutten ein unschönes Ende. Auch, weil er keine …
Ohne Schutzausrüstung: Snowboarder nach Sturz schwer verletzt
Adventszauber: Das befürchtete Chaos ist ausgeblieben
Das befürchtete Chaos beim Adventszauber am Tegernsee ist am Wochenende ausgeblieben. Der Besucheransturm war offenbar nicht größer als beim Auftakt. Der Verkauf der …
Adventszauber: Das befürchtete Chaos ist ausgeblieben

Kommentare