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Starten mit Neuerungen in den Winter: (v.l.) Georg Reisberger (Geschäftsführer Oedberg GmbH), Andrea Fischer und Roland Knott (Oedbergalm) sowie Florian Stemmer (Betriebsleiter Oedberg GmbH).

Optimierte Schneekanonen, neuer Wirt in der Alm, Masterplan in Arbeit

Das ist alles neu am Oedberg

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Gmund - Der Oedberg in Ostin ist startklar für die Wintersaison. Die Verantwortlichen arbeiten zudem mit Hochdruck an einem Masterplan für die Zukunft. Was es sonst noch an Neuerungen gibt:

Am Sonntagabend liefen die Schneekanonen und legten eine weiße Wolke über den Oedberg und Ostin. „Wir geben alles“, sagt Betriebsleiter Florian Stemmer. Jetzt muss es nur noch durchgehend kalt bleiben, damit eine ordentliche Unterlage machbar ist. Nicht nur Stemmer, sondern alle Verantwortlichen am Oedberg hoffen nach dem Winter 2015/16, der der schlechteste Winter seit langem am Oedberg gewesen sei, auf ausreichend Kälte und Schnee. 

Mit einigen Neuerungen startet der Betrieb. Zum einen hat sich die Oedberglift Beteiligungsgesellschaft mbH umbenannt in Oedberg GmbH. Die personelle Spitze bleibt unverändert: Georg Reisberger und Walter Strohmeier sind Geschäftsführer, Florian Stemmer leitet den Betrieb mit inzwischen bis zu 50 Mitarbeitern und ist in seinem Büro, das neben der Skischule errichtet wurde, permanent vor Ort. „Die GmbH ist zuständig für den Skilift, die Rodelbahn, den Kinderspielplatz und den Streichenzoo“, erklärt Georg Reisberger. 

Eine weitere Neuerung betrifft die Oedbergalm. Sie wird künftig ebenfalls von der Oedberg GmbH betrieben. Zuletzt hatte Spitzenkoch Frank Mollenhauer, der zugleich die Ostiner Stub’n betreibt, in der Alm gekocht. Die Zusammenarbeit hielt nur ein Jahr. „Die Erfahrung hat gezeigt, dass wir das besser selbst in die Hand nehmen“, sagt Reisberger. Unter der Leitung von Roland Knott werden die Wintersportler und Gäste mit Essen und Trinken versorgt sowie Feste und Veranstaltungen organisiert. Knott kündigt eine „ehrliche Almküche“ an und hofft, dass die Gäste auch am Abend zum Essen und „auf ein gutes Glas Wein“ kommen. Ab Donnerstag, 17. November, bis zum Start des Skibetriebs, ist die Alm Donnerstag, Freitag, Samstag und Sonntag von 12 bis 22 Uhr geöffnet. 

Auch die Beschneiung durch die zehn vorhandenen Schneekanonen wurde optimiert. Möglich macht dies ein neuer Brunnen des Wasserversorgungsvereins Gmund, der in der Nähe des Oedbergs heuer im Sommer in Betrieb genommen wurde (wir berichteten). Aus ihm sowie dem Schwärzenbach und der alten Ostiner Quelle werden die Kanonen nun gespeist. „Weil es jetzt ausreichend Wasser gibt, können wir die Leistung der Schneekanonen erhöhen und in kürzerer Zeit mehr Schnee produzieren“, freut sich der Oedberg-Geschäftsführer. 

Einen herausragenden Höhepunkt im Kalender wie den Skicross-Weltcup, der im vergangenen Winter wegen Schneemangels ausfallen musste, wird es heuer nicht geben. „Erst 2018 nehmen wir dafür wieder einen Anlauf“, kündigt Reisberger an. In diesem Jahr will der Skiclub durchschnaufen, „denn schließlich ist so eine Veranstaltung ein irrer Aufwand.“ 

Damit bleibt Luft, um am Masterplan für den Oedberg zu feilen. Der liegt offenbar schon in der Schublade und wurde im Sommer zusammen mit der österreichischen Firma pronatour entwickelt. Ziel sei es, so Reisberger, die ganzjährig möglichen Freizeit-Attraktionen am Oedberg auszubauen. „Derzeit sind wir noch zu sehr abhängig vom Schnee“, so Reisberger, „das soll sich ändern.“ Es gebe schon sehr konkrete Vorstellungen, die auch Übernachtungskonzepte beinhalten. Alles sei mit Natur- und Landschaftsschützern bereits besprochen, demnächst solle der Masterplan öffentlich präsentiert werden. Alles in allem werde es sich um verträgliche Maßnahmen handeln, die auch zum Oedberg passen. „Es wird kein Disneyland werden, so viel ist sicher“, sagt Reisberger. Gedacht ist an Konzepte, die auch Kräuterwanderungen beinhalten. Bis es soweit ist, heißt es: Auf Schnee hoffen und Schnee machen.

gr

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