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Ferienwohnungen statt Hotelzimmer: Der Kistlerwirt in Ostin wird seit November umgebaut. Zu Ostern soll er wieder geöffnet sein.

Hotelzimmer im Kistlerwirt werden zu Ferienwohnungen

Kosmetikstudio hat keine Chance

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Seit November wird der Kistlerwirt umgebaut. Hotelzimmer werden zu Ferienwohnungen. Mit dem Antrag, auch ein Kosmetikstudio, einzurichten, blitzte die Betreiberin jetzt ab. 

Gmund – Das Garni-Hotel Kistlerwirt, ein liebevoll von Inhaberin Gabriele Reinholdt geführtes Haus, hat sein Betriebskonzept geändert: Aus den 15 Zweibettzimmern werden acht Ferienwohnungen – vier mit jeweils vier Betten, vier Ferienappartements bekommen je zwei Betten. Bereits im November 2016 hatten die Mitglieder des Ortsplanungsausschusses diesen Schritt schweren Herzens befürwortet, im November 2017 traf die Genehmigung dafür ein. Seit November ist der Kistlerwirt geschlossen. „Wir sind voll am Umbauen“, sagt Gabriele Reinholdt. Zu Ostern soll alles geschafft sein, da sollen die Gäste wieder kommen.

Zu seiner jüngsten Sitzung lag dem Ortsplanungsausschuss ein Änderungsantrag vor, und Bürgermeister Georg von Preysing (CSU) betonte erneut, dass die Gemeinde den Verlust der Hotelbetten sehr bedaure. „Der Umbau tut uns schon weh, weil wir gerade für Urlauber und Radfahrer Angebote für nur eine Nacht brauchen.“ Aber der Wunsch für ein neues Konzept, musste Preysing einräumen, sei durchaus legitim.

Die Änderungen betrafen zum einen zwei Ferienwohnungen im Obergeschoss. Eine soll bei gleichbleibender Bettenzahl von 76 auf 103 Quadratmeter vergrößert werden. Eine weitere Wohnung soll auf 46 Quadratmeter erweitert werden. In beiden Fällen soll ursprünglich geplante Lagerflächen den Wohnungen zugeschlagen werden. Auch soll ein Balkon von 1,60 Metern Tiefe auf 2,40 Meter vergrößert werden. Da der Balkon dann immer noch innerhalb des Dachüberstandes liegen wird, sah Bauamtsleiterin Christine Wild kein Problem in diesem Wunsch.

Schon eher problematisch erschien dem Gremium die Schaffung eines 30 Quadratmeter großen Kosmetikstudios. Es handle sich um ein Gewerbe, und das sei an dieser Stelle nicht zulässig, erklärte Wild. Zudem schreibe der gültige Bebauungsplan nur Wohnungen mit ständig wechselnder Belegung vor. „Wir würden damit eine Lawine lostreten, wenn wir eine Nutzungsänderung zuließen“, fürchtete Vize-Bürgermeister Georg Rabl (FWG). Die Gemeinde brauche Ferienwohnungen, „und dabei sollten wir auch bleiben“, betonte Rabl.

Das sah das komplette Gremium ebenso. Die Vergrößerung der Ferienwohnungen wurde einstimmig befürwortet, das Kosmetikstudio hingegen wurde abgelehnt. Die nötigen 29 Stellplätze kann die Betreiberin nachweisen.

gr

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