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Hier soll der Bau für den Biergartenausschank entstehen. 

Ortsplanungsausschuss segnet Pläne einstimmig ab

Gmund gibt nach: Querbau in Kaltenbrunn kann kommen

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Also doch: Der Querbau für den Biergarten-Ausschank in Kaltenbrunn darf gebaut werden. Auch eine „Karibikbar“ soll eröffnen. 

GmundHatten die Mitglieder des Ausschusses bei der ersten Präsentation im Juni noch lautstark gegen die Pläne gewettert, so gab es bei der Sitzung am Dienstagabend nichts mehr zu sagen: Die Kaltenbrunn GmbH darf ihren Biergarten-Ausschank bauen – vorausgesetzt das Landratsamt stimmt zu. Ohne die Pläne erneut zu diskutierten, segnete das Gremium den Antrag ab.

„Die vorliegenden Pläne sind so, wie sie von uns bei der Ortsbesichtigung befürwortet wurden“, schickte Bürgermeister Georg von Preysing (CSU) den Erläuterungen der Bauamtsleiterin Christine Wild voraus. Das Gremium hatte sich vorab mit Kaltenbrunn-Betreiber Michael Käfer und Geschäftsführer Maximilian Hartberger vor Ort getroffen, um nach einer Möglichkeit für den Bau zu suchen. Ursprünglich hatte Gmund den 20-Meter-Riegel, der senkrecht zum neuen Salettl geplant war, vehement abgelehnt. Bei dem Treffen mit Schaugerüst wurde der Gemeinde dann aber klar gemacht, dass ein anderer Standort nicht möglich ist. 

Der Grund sind mächtige Bäume, die auf keinen Fall gefällt werden dürfen und einem Bau parallel zum Salettl im Weg stehen. Noch vor Ort signalisierte die Gemeinde, dass sie doch mit einem Querbau leben könnte. Allerdings müsse dieser kürzer ausfallen und näher ans Salettl heranrücken, zudem müsste auf ursprünglich geplante Sichtschutzwände und Überdachungen verzichten werden.

15 statt 20 Meter Länge

Und genau so kommt’s: Das Gebäude wird nun 15,19 Meter lang – also fünf Meter kürzer als geplant – und 3,50 Meter breit. Die Höhe von 3,05 Metern liegt nur zehn Zentimeter unter der ersten Version, „die Gewerbeaufsicht fordert innen mindestens eine Höhe von 2,50 Metern, da ist nichts zu machen“, führte die Bauamtsleiterin als Grund an. Zudem rückt der Bau um jeweils fünf Meter an das Salettl und an die Zufahrt heran. Ein neues Feuerwehrkonzept ist dafür nötig. Das Gebäude, in dem die Versorgung der Biergarten-Gäste abgewickelt wird, bekommt ein Flachdach und wird optisch an das schlichte Salettl angepasst. „So könnte es passen“, sagte Preysing, und bat die Mitglieder am Ratstisch um weitere Stellungnahmen. Doch die kamen nicht. Einstimmig wurde die neue Version dann befürwortet.

„Das ist unmöglich“

Ist das tatsächlich die Lösung, mit der die Gemeinde gut leben kann? Auf Nachfrage hatten einige Ausschuss-Mitglieder am Mittwoch doch was zu sagen: „Ganz glücklich sind damit sicherlich nicht alle“, glaubt Dritter Bürgermeister Herbert Kozemko (CSU). „Aber der Bau wurde eingedampft.“ Es sei allen bewusst, dass die Betreiber etwas mit dem Biergarten machen müssten, um ihn zum Laufen zu bringen. „Das Thema ist nun gegessen.“ 

Auch Barbara von Miller (SPD), die ursprünglich der Meinung war, dass ein solcher Bau an dieser Stelle gar nicht gehe, muss nun klein beigeben: „Es geht nicht anders. Das sind jetzt vollendete Tatsachen. Das müssen wir jetzt schlucken.“ Helga Wagner (Grüne) findet die einstimmige Befürwortung des Baus „unmöglich“. „Das ist doch keine Lösung“, sagt Wagner auf Nachfrage. Überhaupt sei sie skeptisch, was den Erfolg des Biergartens betrifft: „Der wird nichts“, befürchtet Wagner.

Der Bau soll wohl so schnell wie möglich realisiert werden, also noch heuer. Das hatte Geschäftsführer Maximilian Hartberger im Vorfeld bereits angedeutet.

„Karibikbar“ befürwortet

Ebenfalls einstimmig wurde eine „Karibikbar“ befürwortet, die im Bereich des ehemaligen „Familien-Biergartens“ entstehen soll. Der bisherige Selbstbedienungsbereich soll dafür so gestaltet werden, dass etwa 40 Gäste zu den Öffnungszeiten von Donnerstag bis Sonntag darin einen Sitzplatz finden. Draußen auf der Terrasse sind ebenfalls 40 Plätze vorgesehen. „Die Umnutzung ist möglich, da somit hundert Sitzplätze übrig bleiben“, erklärte die Bauamtsleiterin. 500 Sitzplätze sind insgesamt in Kaltenbrunn genehmigt, benötigt werden nun aber rund 400.

gr

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