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Aus so einem Kuvert aus Gmund wurden fünf Jahre lang die Namen der Gewinner gezogen.

Büttenpapierfabrik war fünf Jahre lang der Lieferant

Warum die Oscar-Kuverts nicht aus Gmund kamen

Fünf Jahre lang wurden bei der Oscar-Verleihung die Namen der Gewinner aus einem Kuvert gezogen, das aus der Büttenpapierfabrik Gmund stammt. Heuer nicht. Die Gründe:

Gmund – Fünf Jahre lang schaute die Welt bei der jährlichen Oscar-Verleihung in Los Angeles auch auf Gmund: Die Büttenpapierfabrik lieferte die goldenen Kuverts, aus denen die Namen der Gewinner gezogen wurden. Nicht so in diesem Jahr. Ganz nach Präsident Trumps neuem Motto „America first“ stammte das Papier von einem amerikanischen Hersteller. 

„Vertrag war ausgelaufen“

Sabine Huber, Pressesprecherin bei der Büttenpapierfabrik, erklärt die Gründe: „Unser Fünf-Jahresvertrag war ausgelaufen“, so Huber. „Und ehrlich gesagt, haben wir uns nicht direkt um eine Verlängerung des Vertrags bemüht.“ Zudem, so Huber, wollte die Academy in diesem Jahr rote Kuverts, passend zum Auftritt der ganzen Show. „Der goldene Umschlag“, findet Huber, „waren schon etwas ganz Besonderes.“

Dass es dann zu einer Panne bei der Bekanntgabe des preisgekrönten Films kam, lag natürlich nicht am Kuvert – man hatte Laudator Warren Beatty ganz einfach das falsche Kuvert in die Hand gedrückt.

Gibt es ein Comeback?

Könnte es ein Comeback geben für die Gmunder Kuverts? „Das ist nicht auszuschließen“, sagt Huber. Auch wenn der Oscar-Auftrag ein schönes Renommee für das Traditionsunternehmen an der Mangfall gewesen sei: „Wir haben noch andere gute Pferde im Stall“, betont die Sprecherin und verweist auf weitere „oscarreife“ Aufträge: Einladungskarten für die Filmfestspiele in Cannes oder Hochzeitskarten für Promis und Königshäuser, um nur einige zu nennen.

gr

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