Freizeitgelände Oedberg
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Diese Wiese am Freizeitgelände Oedberg soll zum Parkplatz werden.

Debatte um Nutzung einer Wiese am Freizeitgelände Ostin

„Elegante“ Lösung für Parkplatz im Blick

  • Gerti Reichl
    VonGerti Reichl
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Eine Wiese am Freizeitgelände Oedberg soll zum Parkplatz werden. Der Ortsplanungsausschuss sucht nach Wegen zur Genehmigung.

Gmund – Erst im März hatte sich der noch amtierende Gmunder Ortsplanungsausschuss mit dem Thema Freizeitgebiet Ostin befasst. Und auch bei der letzten Sitzung dieser Amtsperiode ging es wieder darum. Der Neubau eines Parkplatzes mit 150 Stellplätzen als Ausweichmöglichkeit für die Oedberg GmbH stand diesmal im Mittelpunkt. Der Parkplatz soll auf einer Wiese in Richtung Westen hinter einem Bauernhof entstehen – dort, wo ursprünglich die Rede von einem Erholungsgebiet mit Naturweiher war.

Bauamtsleiterin Christine Wild hatte zwischenzeitlich die planungsrechtlichen Grundlagen zusammengetragen und informierte jetzt darüber. Demnach liegt die Fläche im Außenbereich, in dem nur unter gewissen Voraussetzungen eine Nutzung möglich ist. Die Fläche liegt zudem im Landschaftsschutzgebiet. „Der Antrag ist unter normalen Bedingungen nicht genehmigungsfähig“, fasste Wild die Lage zusammen. Aussicht auf Genehmigung hätte das Vorhaben über eine Bauleitplanung, so Wild. Sollte der Parkplatz aber ein öffentlicher Parkplatz werden, der als Wanderparkplatz dient, für das Tourismuskonzept wichtig ist und eine öffentliche Verkehrsfläche darstellt, dann wäre die Nutzung der Wiese vielleicht möglich. Die Gemeinde müsste als Antragstellerin auftreten, dann könne vielleicht eine Möglichkeit bestehen und auch eine Befreiung von den Vorgaben des Landschaftsschutzes erteilt werden.

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Freizeitgelände am Oedberg ein touristischer Hotspot

Bürgermeister Alfons Besel (FWG) machte deutlich, dass es sich hier schon um einen touristischen „Hotspot“ handle, einen der wenigen in der Gemeinde. Zudem liege das Freizeitgelände auf der Alpenüberquerungs-Route, für die – noch vor Corona – 12 600 Buchungen vorliegen würden. Es sei nicht damit zu rechnen, dass alle Besucher mit Bus oder Bahn kommen, der Parkplatz mache also durchaus Sinn. An dem Gesamtkonzept der Oedberg GmbH werde festgehalten, so Besel. Weil hier ein abweichendes Planverfahren nötig sei, würden aber einige Monate, sogar Jahre ins Land gehen, bis der nächste große Schritt getan werden könne. Er sei dafür, den Plan ans Landratsamt weiterzugeben. Dort solle geprüft werden, ob nicht wenigstens in der Hochsaison diese Wiese als Stellplatz freigegeben werden könne. Sie müsse nicht richtig erschlossen werden, aber es müsse eine Regelung mit der Unteren Natuschutzbehörde gefunden werden, so der Rathauschef.

„Wir brauchen den Parkplatz“, war die Meinung von Christine Zierer (FWG). Einen Parkplatz ohne Befestigung konnte sie sich aber nicht vorstellen. „Sonst versinken die Autos da im Sumpf.“ Auch Josef Berghammer (CSU) hielt den Parkplatz für nötig. Die Lage sei gut. „Ohne Parkplatz funktioniert der Betrieb dort nicht.“ Schließlich habe die Gemeinde auch auf ihre Kosten die Zufahrt angelegt. Dritter Bürgermeister Herbert Kozemko (CSU) war ebenfalls für den vorgeschlagenen Weg mit der saisonalen Nutzung. „Das wäre eine elegante Lösung.“ Sollte das nicht klappen, dann solle die Gemeinde hinter dem Parkplatz stehen und ihn auch öffentlich betreiben. In jedem Fall müsse eine Lösung gefunden werden, „weil wir den Parkplatz einfach brauchen.“

Gegen die Stimme von Barbara von Miller (SPD) wurde dann einer saisonalen Nutzung in der Hochsaison zugestimmt. Eine Ausnahme vom Landschaftsschutzgebiet wird nun beantragt.

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gr

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