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Nur Kunden, Wirtshaus-Gäste und Bewohner dürfen die Tiefgarage an der Tegernseer Straße in Gmund benutzen.

Neues Tor an Tiefgarage soll Fremdparker ausbremsen

Problemfall Parken: In Gmund wird‘s regelmäßig eng

  • Gerti Reichl
    vonGerti Reichl
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Zu Stoßzeiten wird es regelmäßig eng in der Tiefgarage des Rewe-Marktes und des Gasthofs Maximilian in Gmund. Fremdnutzer belasten die Kapazität. Nun werden Gegenmaßnahmen ergriffen.

Gmund – Im Zentrum von Gmund an der Tegernseer Straße ist noch immer einiges im Umbruch: Erst kam der Rewe-Bau, dann der Maximilian und schließlich seeseitig der Wohn- und Geschäftskomplex „Vivace“ von Christian Werth sowie das neue Much-Anwesen mit weiteren Geschäftseinheiten. Verbunden damit ist jede Menge Parkplatzbedarf. Dieser wurde jeweils im entsprechenden Baugenehmigungsverfahren festgelegt und muss auch so nachgewiesen werden.

Doch reichen die Parkplätze wirklich aus? Wer zu Stoßzeiten in die Tiefgarage von Rewe und Maximilian fährt, der könnte da bisweilen seine Zweifel haben. „Der Platz reicht hinten und vorne nicht“, findet Kerstin Bradtke, Leiterin des Rewe-Filialmarkts. Sie muss sich immer wieder Klagen von Kunden anhören, wenn die keinen Parkplatz finden.

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„Die Garage wurde bedarfsorientiert geplant“, verteidigt Bürgermeister Alfons Besel die Situation, und tatsächlich sind die 83 Plätze genau aufgeteilt: Es gibt reservierte Parkplätze für die acht Wohnungen sowie Mitarbeiter im Gebäude, die verbleibenden 66 Stellplätze teilen sich Rewe-Markt und Gasthof.

Neues Tor an der Tiefgarage soll Fremdparker fernhalten

Allerdings erhöhen Fremdparker zunehmend den Parkdruck, wie Rainer Penther berichtet, der die Immobilie mit seiner Firma verwaltet. „Wir überwachen die Garage täglich“, sagt Penther, „und auch sehr aufmerksame Bewohner helfen mit, dass die Garage nicht von Fremdparkern genutzt wird.“ Leider muss Penther feststellen, dass auch Mitarbeiter anderer Geschäfte ringsum die Tiefgarage als willkommene Unterstellmöglichkeit nutzen – zum Nachteil der Kunden.

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Auch nachts wurde die Tiefgarage bislang gerne zum Parken genutzt. Dabei gibt es Schilder, die an der Zufahrt auf die Öffnungszeit der Garage zwischen 6 und 23 Uhr hinweisen. Und es gibt inzwischen auch ein Tor. „Das war von Anfang an da, doch das Tor wurde immer wieder angefahren und hat nicht mehr funktioniert“, berichtet die Supermarktleiterin. Also war die Garage lange Zeit Tag und Nacht offen. Das ist nun anders. Die Durchfahrt wurde geringfügig verbreitert, damit das Tor nicht mehr angefahren werden kann. „Das hat die Eigentümer-Gemeinschaft bezahlt“, berichtet Penther. Nur noch Bewohner oder Gäste im Wirtshaus können nun außerhalb der offiziellen Zeiten hier parken.

Zwei Längsparkplätze an neuem Geschäftshaus sollen Situation entspannen

Weil die Gemeinde auch geschäfts- und kundenfreundlich sein möchte, hat sie sich kürzlich für zwei Längsparkplätze gleich gegenüber entlang des Geschäfts-Neubaus von Christian Werth entschieden. Auch hier gibt es eine Tiefgarage. Sie steht für die 22 Wohnungen und fünf Gewerbeeinheiten zur Verfügung. „Wir haben 47 Stellplätze in der Tiefgarage und fünf oberirdische Parkplätze entlang der Max-Obermayer-Straße geschaffen“, berichtet Werth.

Dass die Tiefgarage auch der Öffentlichkeit zur Verfügung stehe, wie Bürgermeister Besel jüngst im Ortsplanungsausschuss betont hatte, sei nicht ganz korrekt, sagt Werth. „Allerdings kann sie für Kunden bei Bedarf von den Geschäftsinhabern geöffnet werden.“ Alle Gewerbeeinheiten seien inzwischen vergeben, betont Werth und kündigt die Eröffnung einer Tierarztpraxis sowie eines Tagescafés an. Werth selbst wird mit seiner Firma demnächst vom Standort an der Tegernseer Straße 4 in die ehemaligen Geschäftsräume von Papier Kudla an der Tölzer Straße ziehen.

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Dass die Parkplatzsituation innerorts ausgereizt sei, hatte der Bürgermeister zuletzt betont, als es um die Sanierung des Hauses an der Tegernseer Straße 6 durch Unternehmer Michael Much ging. Auch hier sind Stellplätze knapp. Doch sie werden nachgewiesen – teilweise in der Tiefgarage von Werth.

gr

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