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„Hat überhandgenommen“: Parkhaus am Tegernsee greift mit Strafzetteln für Dauerparker durch

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Von: Gabi Werner

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An der Einfahrt zur Tiefgarage weist ein Schild auf die Höchstparkdauer und die Überwachung hin.
An der Einfahrt zur Tiefgarage weist ein Schild auf die Höchstparkdauer und die Überwachung hin. © Thomas Plettenberg

Weil das Parkhaus in Gmund regelmäßig voll ist, finden Kunden von Rewe und Maximilian keine Parkplätze. Nun wird der Nutzung durch unberechtigte Dauerparker ein Riegel vorgeschoben.

Gmund – Dass es sich in der Tiefgarage beim Gmunder Rewe-Markt bequem und vor allem kostenfrei parken lässt, hat sich herumgesprochen. Die Folge: Der Parkraum – eigentlich bestimmt für die Kunden des Einkaufsmarktes, des Gasthauses Maximilian und der ansässigen Arztpraxen – wurde regelmäßig knapp. „Die Garage war zuletzt nicht mehr nur zu den Stoßzeiten proppenvoll“, sagt Rainer Penther, dessen Immobilienverwaltung den gesamten Komplex betreut. Der Nutzung durch unberechtigte Langzeit- oder Dauerparker wurde deshalb nun ein Riegel vorgeschoben.

Wer Höchstparkdauer überschreitet, bekommt einen Strafzettel

Um zu verhindern, dass Autobesitzer die kostenfreie Höchstparkdauer ignorieren und somit dringend erforderliche Kundenparkplätze blockieren, wurde für die Tiefgarage kürzlich ein modernes, vollautomatisches Überwachungssystem installiert, wie Penther berichtet.

In der Praxis funktioniert das folgendermaßen: Kameras registrieren bei der Einfahrt ins Parkhaus die einzelnen Fahrzeuge mit zugehörigem Kennzeichen. Wer die vorgegebene Höchstparkdauer von drei Stunden überschreitet, wird gemeldet und erhält nach einer entsprechenden Halterabfrage einen Strafzettel. „Das passiert alles digital“, erläutert Penther.

Maximilian-Gäste können Parkzeit über ein Terminal verlängern

Gäste des Maximilian, die sich für einen längeren Zeitraum dort aufhalten wollen, brauchen sich übrigens nicht zu sorgen. „Dafür haben wir eine Lösung gefunden“, sagt Penther. An einem im Gasthaus bereit stehenden Terminal könnten sich die Gäste mit ihrem Kfz-Kennzeichen registrieren – die Parkzeit lasse sich auf diese Weise kostenfrei verlängern.

Sogar Alpenüberquerer parkten ihr Fahrzeug tageweise in der Garage

Penther lässt keine Zweifel daran, dass die Einführung einer Überwachung notwendig war. Viele hätten ihr Fahrzeug in der Kunden-Garage abgestellt, um dann eine Fahrradtour in die Berge zu unternehmen oder einen schönen Badetag am Tegernsee zu genießen. „Das hat einfach überhandgenommen“, sagt der Hausverwalter. Sogar Wanderer, die eine Alpenüberquerung unternahmen, hätten hier ihre Autos tageweise abgestellt. gab

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