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Photovoltaik statt Gründach

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Von: Gerti Reichl

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Erste Vorarbeiten laufen schon: Hier entsteht der zweistöckige Erweiterungsbau der Realschule.
Erste Vorarbeiten laufen schon: Hier entsteht der zweistöckige Erweiterungsbau der Realschule. © Andreas Leder

Geplant war ein begrüntes Flachdach. Jetzt soll der Erweiterungsbau der Realschule eine aufgeständerte Photovoltaik-Anlage aufs Dach bekommen.

Gmund – Die Realschule Tegernseer Tal bekommt einen Erweiterungsbau: Im vorderen Bereich entsteht ein zweigeschossiges Gebäude für fünf neue Klassenräume – drei im Erdgeschoss, zwei im Obergeschoss (wir berichteten). Das etwa acht Meter hohe Bauwerk hat ein Flachdach – und darum ging es jetzt bei der Sitzung des Gmunder Bau- und Umweltausschusses.

War ursprünglich geplant, das Dach zu begrünen, so stand nun die Errichtung von aufgeständerten Photovoltaik-Modulen zur Debatte. Dass diese weder der örtlichen Gestaltungssatzung, noch den Vorgaben des Bebauungsplans entsprechen würden, war allen klar. „Ein klassischer Zielkonflikt zwischen Ökologie und Klimaschutz“, meinte Bürgermeister Alfons Besel (FWG). Wenn man aber die Klimaziele erreichen wolle, sei dies sicherlich wirkungsvoll. Da das Gebäude eine 60 Zentimeter hohe Attika bekommen soll, sei die Anlage kaum sichtbar und damit auch genehmigungsfähig, schickte Besel der Diskussion voraus.

Photovoltaik für Realschule: Bauausschuss findet das sinnvoll

„Ich wäre auch dafür, aber jedem privaten Bauherrn verbieten wir aufgeständerte Anlagen“, gab Dritte Bürgermeisterin Christine Zierer (FWG) zu bedenken. Besel verwies darauf, dass auch das Hauptgebäude der Realschule eine aufgeständerte Anlage habe und man diese nicht sehe. Zum anderen handle es sich um ein sehr großes Flachdach. Georg Rabl (FWG) erschien es zudem unsinnig, die Anlage flach aufs Dach zu legen. Die Aufständerung sei also sinnvoll. Wenn die Anlage nicht sichtbar sei, habe er nichts dagegen, meinte Florian Floßmann (FWG). „Die Lüftungsgeräte-Landschaft auf dem Hauptdach gefällt mir nämlich nicht.“

Bauamtsleiterin Christine Wild fasste zusammen, dass die Anlage einen Winkel von 15 Grad bekommen und zwischen drei und 13 Zentimeter über die Attika hinausragen werde. Unter dieser Maßgabe stimmte das Gremium komplett zu.

Schulleiter Tobias Schreiner ist zufrieden mit der Entscheidung. Er berichtet auf Nachfrage, dass der Tiefbau Mitte Oktober beginnen werde. Der Bauzaun steht schon, Vorarbeiten wie die Verlegung der Fahrradständer Richtung Bahnlinie sowie die Anlage von sechs Parkplätzen auf dem Wiesenstück vor der Mensa seien schon erfolgt. Schreiner rechnet damit, dass der Erweiterungsbau zum Schuljahr 2021/22 steht. Im Gegensatz zum Hauptbau, der in öffentlich-privater Partnerschaft gebaut wurde, ist diesmal der Landkreis der Bauherr. Kosten von rund zwei Millionen Euro stehen im Raum.

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gr

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