Erweiterung geplant: Der Eingangsbereich des Pius-Kindergartens soll neu gestaltet werden.
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Erweiterung geplant: Der Eingangsbereich des Pius-Kindergartens soll neu gestaltet werden.

Bauvorhaben

Für Kinder und Mieter: Gemeinderat gibt Startschuss für Sanierung und Erweiterung des Pius-Kindergartens

  • Alexandra Korimorth
    vonAlexandra Korimorth
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Der Pius-Kindergarten bekommt im Eingangsbereich einen neuen Vorbau, einen neu gestalteten Zugang und begrünte Dachterrassen – zum Wohl der Kinder und der Gemeindewohnungs-Mieter.

Gmund – Mit der Sanierung des Pius-Haus-Flachdachs, wie sie bereits vom alten Gmunder Gemeinderat beschlossen wurde, ist es nicht getan. Der Kindergarten soll jetzt im Eingangsbereich einen neuen Vorbau, einen neu gestalteten Zugang und begrünte Dachterrassen bekommen – zum Wohl der Kinder und der Mieter der Gemeindewohnungen.

Dachterrasse soll Rückzugsorte bieten

Eigentlich wäre der letzte Abschnitt der Sanierung des Kindergarten-Flachdachs, das in die Jahre gekommen und undicht geworden war, schon für heuer geplant und auch im Haushalt eingestellt gewesen. Aber nachdem auf dem Dach des Kindergartens zwei neue Gemeindewohnungen entstanden waren, kam die Corona-Pandemie dazwischen. Die Gemeinde ließ die weitere Sanierung deshalb erst einmal ruhen. Das gab dem mit der Planung beauftragten Bauingenieur Michael Huber aber Gelegenheit, sich mit den Erweiterungswünschen im Eingangsbereich zu beschäftigen. Im Gemeinderat am Dienstag erklärte Huber, dass das Pflastermaterial und die Betonpflanzkübel vom Flachdach abgenommen werden müssen, damit man an die eigentlich zu sanierende Dachkonstruktion herankommt. Dies würde die Gemeinde rund 285 000 Euro kosten und 115 000 weitere Euro für die Außenanlagen, sprich die Grünanlagen, die die Dachterrasse parzellieren und Rückzugsorte für die Mieter schaffen sollen.

Eingangsbereich wird erweitert

Um die Aula vor Wind, Wetter und Schmutz zu schützen, soll der Eingangsbereich vor dem jetzigen Haupteingang an der Bichlmairstraße erweitert werden. Im Anbau mit Glasdach und Front in Richtung Straße sollen dann auch Kinderwagen und dergleichen geparkt werden können. Dieses Eingangsgebäude würde mit 229 000 Euro zu Buche schlagen. Und die Gestaltung der Außenanlage, die laut Huber in einem Zug sinnvollerweise mitgemacht werden sollten, käme dann noch einmal auf 63 000 Euro.

Gemeinderat gibt einstimmigen Startschuss

„Kleine Baustelle, große Wirkung“, fasste Bürgermeister Alfons Besel (FWG) die neuen Pläne zusammen, betonte aber auch, dass sich Gmund die Maßnahmen leisten könne. Dennoch hatten die Gemeinderäte ob der für sie unerwartet hohe Kosten Bauchschmerzen. Franz Huber (CSU) wollte sichergestellt wissen, dass es keine Überraschungen bezüglich belasteten Baumaterials wie Asbest geben werde und wunderte sich, dass trotz der Teilsanierung beim Bau der beiden Wohnungen noch immer eine so große Fläche – 265 Quadratmeter – bearbeitet werden müsse. Besel erinnerte daran, dass sich die Gemeinde auf der Dachfläche bei der Aufstockung und der Anbindung der beiden neuen Wohnungen einiges an Kosten gespart und auf den nun anstehenden Bauabschnitt verschoben habe. Daraufhin drehten die Gemeinderäte auf der Suche nach Einsparungen quasi jeden Pflasterstein um: Es wurde die Wiederverwendbarkeit von altem Baumaterial und Pflanztrögen diskutiert und auch die Folgekosten der Bepflanzung, wenn sie die Gemeinde übernimmt. Georg Rabl (FWG) wünschte sich da Hochbeete, die die Mieter dann selbst pflegen könnten. Florian Floßmann (FWG) bekam beschieden, dass das bisherige Dämmmaterial Styropor durch Bioschaum ersetzt werde, und Maria Kaulfersch (FWG), dass die Kindergartenleitung in die Planungen mit einbezogen wurde. Als Andrea Schack (Grüne) die Investition generell infrage stellte, wurde sie daran erinnert, dass die vorgestellten Maßnahmen schon beschlossene Sache seien. „Es geht eigentlich nur um den Startschuss“, sagte Besel, und den gab das Gremium dann auch einstimmig.ak

Lesen Sie auch, wann die Entscheidung zum Bau der Wohnungen über dem Pius-Kindergarten gefallen ist.

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