+
Während das Wohn- und Geschäftshaus am nördlichen Ortseingang von Dürnbach allmählich aus dem Boden wächst, befasste sich der Gmunder Gemeinderat mit der geplanten Fassadengestaltung. Diese entspricht teilweise nicht der Gestaltungssatzung.

Auch Dach passt eigentlich nicht ganz

Platten statt Putz?! Gmunder Gemeinderat passt Ettenreich-Fassade nicht 

  • schließen

Platten statt Putz an der Fassade der Firma Ettenreich - und auch noch prominent am Ortseingang - ein Novum in Gmund und Widerspruch zur Satzung. Das lässt die Gmunder Gemeinderäte grübeln.

Dürnbach – Am nördlichen Ortseingang von Dürnbach hat die Firma Ettenreich damit begonnen, ein neues Wohn- und Geschäftshaus zu errichten. Der U-förmige Bau bekommt zwei Stockwerke, die Pläne dafür hatte der Gmunder Ortsplanungsausschuss bereits Ende vergangenen Jahres befürwortet. Jetzt musste sich der Gemeinderat erneut mit dem Vorhaben befassen.

Zum einen plant Ettenreich, der zugleich Gemeinderat der FWG-Fraktion ist, einen Lastenaufzug in dem Gebäude. Das Dach müsste damit teilweise ohne Überstand errichtet werden, was nicht den Vorschriften der Gestaltungssatzung entspricht. Nach kurzer Diskussion kam der Gemeinderat zu der Überzeugung, dass dies aber genehmigungsfähig ist.

Schon mehr Kopfzerbrechen bereitete dem Gremium die geplante Fassadenverkleidung. Im unteren Bereich des Gebäudes sollen Natursteinplatten die Hauswand zieren. Auch das entspricht nicht den ortsüblichen Vorgaben, die nur Putz oder Holz erlauben. „Das ist schon mehr als ungewöhnlich. Ich kann’s mir nur schwer vorstellen“, gestand Bürgermeister Georg von Preysing (CSU).

Der Bauherr solle ein Musterbild vorlegen, schlug Franz von Preysing (CSU) vor, der zudem von Bauamtsleiterin Christine Wild erfuhr, dass sich die Gestaltungsvorgaben auf ein Mischgebiet beziehen. Und in einem solchen liege das Bauvorhaben. Dritter Bürgermeister Herbert Kozemko (CSU) forderte ebenfalls eine detaillierte Fassadengestaltung, zumal das Haus prägend am Ortseingang steht.

Ebenso wie Vize-Bürgermeister Georg Rabl (FWG) war Fraktionskollegin Christine Zierer hingegen einverstanden: „Die Firma Ettenreich ist ein Fliesen-Geschäft. So eine Verkleidung soll halt ein Renommee sein“, sagte Zierer. Peter Heerklotz (CSU) hielt das für problematisch: „Wenn wir so eine Gestaltung freigeben, dann wollen das andere auch.“

Mit einer Gegenstimme wählte der Gemeinderat schließlich folgenden Weg: Ettenreich soll eine komplette Ansicht der gewünschten Fassadengestaltung vorlegen. Dann werde man sich den Antrag erneut vornehmen.

gr

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Realschule kann erweitert werden
Die Realschule Tegernseer Tal wird um einen Massiv-Bau auf dem Verbindungsgang zwischen Hauptgebäude und Sporthalle erweitert. Der Kreisausschuss hat soeben grünes Licht …
Realschule kann erweitert werden
Nach Motorradunfall: B307 stundenlang gesperrt - Hubschrauber transportiert Schwerverletzten ab
Zwischen Rottach-Egern und Kreuth hat sich ein schwerer Unfall ereignet. Ein Motorradfahrer wurde schwer verletzt.
Nach Motorradunfall: B307 stundenlang gesperrt - Hubschrauber transportiert Schwerverletzten ab
Mit der BOB stressfrei zum Flughafen? Mann erlebt böse Überraschung im Zug
„Rail&Fly“, stressfrei zum Flughafen. So wirbt die Deutsche Bahn. Was Axel Quittkat (74) damit erlebte, war alles andere als stressfrei und wird wohl ein juristisches …
Mit der BOB stressfrei zum Flughafen? Mann erlebt böse Überraschung im Zug
Gmund erhöht Geld für jedes Baby
Seit 1980 bekommt jede Mutter Geld für ihr Neugeborenes. Jetzt hat die Gemeinde die Zuwendung auf 200 Euro erhöht.
Gmund erhöht Geld für jedes Baby

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.