+
Auf die richtige Ausrüstung kommt‘s an. Auch neue Rucksack-Modelle wurden bei der Messe am Oedberg vorgestellt.

Neuauflage ist schon geplant

Erfolgreiche Premiere in Ostin: Neues Outdoor-Testival will hoch hinaus

Es war eine Premiere nach dem Geschmack der Freizeitsportler: Zum ersten Mal fand am Oedberg in Ostin das „Bergzeit Outdoor Testival“ statt. Hier konnten die Besucher neue sportliche Wege gehen.

Ostin Zwei Tage lang verwandelte sich am Wochenende das Areal am Oedberg in Ostin in ein Eldorado für Outdoor-Sportler jeglicher Art. An 34 Ständen konnten sich die Besucher über Neuigkeiten auf dem Markt informieren und sich fachliche Tipps für die jeweils passende Ausrüstung holen. Und nicht nur das: Wer wollte, konnte das Material auch gleich bei dem vielfältigen Veranstaltungsprogramm mit zahlreichen Outdoor-Aktivitäten ausprobieren. Mountainbiken, Klettern, Stand-Up-Paddling, Gleitschirmfliegen – den Freunden der See- und Bergwelten waren an diesen Tagen keine Grenzen gesetzt.

„Unsere Aussteller und Partner bieten hier an die 40 Marken an“, hob Projektleiterin Marion Wachsmann von der veranstaltenden Firma Flowmotion aus Gmund hervor. Lauf-, Wander-, und Bergschuhe, Walkingstöcke, E-Mountainbikes oder Kletterausrüstungen wurden an den Zelten angeboten. Garniert wurde die kleine Messe durch das Veranstaltungsprogramm in der Region.

Lesen Sie hier: Mountainbike-Festival: Der Tegernsee war gestern 

Zwar fiel ein angekündigter Canyoning-Kurs wegen zu hohen Wasserstands durch die starken Regenfälle buchstäblich ins Wasser, doch blieb den Teilnehmern noch genügend Auswahl, sich und das Material in den vier Bereichen Bike, Mountain, Water und Fun zu erproben. Der Grundidee entsprechend, fanden die Aktivitäten je nach Sportart zum Großteil vor Ort, an Berg und See oder im Wald statt. Die Anfahrt zu den jeweiligen Ausgangspunkten besorgte ein eigens eingerichteter Shuttle-Service.

E-Mountainbikes konnten getestet werden.

So konnten Radbegeisterte zum Beispiel bei einer geführten zweieinhalbstündigen „Adventure-Bike-Tour“ das Alpenvorland erkunden oder in Schnupperkursen unterschiedlichen Schwierigkeitsgrades das Fahrverhalten eines E-Mountainbikes im Gelände testen. Ein Erlebnis der besonderen Art versprach der „Mountainskyver“: ein Klapproller, der beim Aufstieg zum Gipfel im Gepäck verstaut und – oben angekommen – dann einfach montiert werden kann. So wird aus dem Abstieg kurzerhand eine rasante Abfahrt.

Darüber hinaus konnten Bergbegeisterte in einem Workshop die richtigen Lauftechniken beim „Trailrunning“ kennenlernen – dem Laufen auf natürlichen Wegen mit entsprechend unterschiedlichem Untergrund. Die Teilnehmer erfuhren hier, „warum der Untergrund nicht grausam genug sein kann und schlechtes Wetter eigentlich viel schöner ist“. Wer es eher mit dem Kraxeln hat, konnte einen Kletterkurs für Einsteiger an den Wänden des Blankensteins absolvieren oder die ersten „Gehversuche“ auf dem Klettersteig unternehmen. Nervenkitzel war hier garantiert.

Auch das könnte Sie interessieren: Stand-Up-Paddel-Verbot auf anderen Seen: Tegernsee bleibt SUP-Paradies

Auch auf dem Wasser wurde einiges geboten. Neben einem Segel-Schnupperkurs war es vor allem die Trendsportart Stand-Up-Paddling (SUP), die neben der gewohnten Form auch in einer exotischeren Variante ausprobiert werden konnte: SUP-Yoga war angesagt. In dem Kurs absolvierten die Teilnehmer einfache, aber kraftvolle Übungen auf dem schwimmenden Brett.

Wer es ruhiger angehen lassen wollte, hatte Gelegenheit, beim Waldwandern oder Waldbaden seine Sinne für die Stimmen der Natur zu schärfen, bei der „Wander-Gaudi“ mitzumachen, sich im Bogenschießen zu versuchen – oder beim Camp-Kochen „die kleinste Küche der Welt“ in Aktion zu erleben. Auch die kleineren Besucher konnten bei einer Schnitzwerkstatt oder dem Bau eines Insektenhotels den Umgang mit Naturmaterialien erlernen. Abendliche Vorträge rundeten das Programm ab – nicht zuletzt von Tom Belz, der durch eine schwere Erkrankung ein Bein verloren hat und dennoch den Kilimandscharo bezwang.

Eine gelungene Premiere also, mit der sich auch Flowmotion-Chef Florian Hornsteiner zufrieden zeigte: „Ich bin überwältigt von der Zahl der Veranstalter. Es ist ein gutes Format, um die einzelnen Anspruchsgruppen zu informieren. Unser Hauptanliegen ist natürlich das Verhalten: dass die Leute verantwortungsbewusst mit der Natur und den Ressourcen umgehen.“ Geplant ist, das Testival jährlich anzubieten; zusätzlich ist eine Winterauflage im Gespräch.

Hier finden Sie den Artikel: Nach Schnee-Chaos und Starkregen: Bike-Trail auf Vordermann gebracht

Stefan Gernböck

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Kreisklinik ist dauerhaft auf Millionen angewiesen
Der Landkreis wird sich beim Krankenhaus dauerhaft auf ein Defizit einstellen müssen. Die Rede ist von zwei Millionen Euro jährlich.
Kreisklinik ist dauerhaft auf Millionen angewiesen
Schwerer Zusammenstoß bei der Naturkäserei - 60.000 Euro Schaden
Bei der Naturkäserei in Kreuth kam es am Samstag Nachmittag zu einem schweren Unfall zwischen zwei Pkw. Die Beteiligten hatten Glück und wurden nur leicht verletzt. Der …
Schwerer Zusammenstoß bei der Naturkäserei - 60.000 Euro Schaden
Neue Gäste-Statistik liegt vor: So äußert sich die TTT im Interview
Mehr Gäste, aber weniger Übernachtungen. Auf diesen Nenner lässt sich die Statistik für 2019 der Tegernseer Tal Tourismus GmbH (TTT) bringen. Wie ist das Ergebnis zu …
Neue Gäste-Statistik liegt vor: So äußert sich die TTT im Interview
Bergsteigerdorf Kreuth: Siegel soll nicht mehr Trubel bringen - im Gegenteil
Seit Juli 2018 trägt die Gemeinde Kreuth das Siegel Bergsteigerdorf. Ihr es es vor allem wichtig, die Philosophie im Ort zu verankern. Noch mehr Tagesgäste will man sich …
Bergsteigerdorf Kreuth: Siegel soll nicht mehr Trubel bringen - im Gegenteil

Kommentare