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Dieses Hanggrundstück am Osterberg soll mit zwei Doppelhäusern bebaut werden. 

Bauanfrage in Gmund

Eigentlich ist keiner für dieses Bauprojekt - trotzdem stimmt die Mehrheit zu

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An einem steilen Hanggrundstück am Osterberg soll gebaut werden. Weder die Nachbarn noch die Gemeinde sind begeistert. Dennoch ist die Mehrheit dafür.

Gmund – Schon im März hatte sich der Ortsplanungsausschuss von Gmund mit der geplanten Bebauung eines Grundstücks befasst, das direkt an der Abzweigung zwischen Osterbergweg und Gasslerstraße liegt. Damals hatten verschiedene Kaufinteressenten ausgelotet, welche Bebauung eigentlich möglich wäre. Inzwischen wurde das Grundstück verkauft, und in der Umgebung machen Gerüchte von horrenden Kaufsummen die Runde. Man habe eben an den meistbietenden verkauft, heißt es.

Bei seiner jüngsten Sitzung hatte es der Ortsplanungsausschuss bereits mit der Voranfrage der Firma Bayern Wohnen aus Grünwald zu tun. Zwei Doppelhäuser mit Tiefgarage sind demnach geplant. Der First soll jeweils von Norden nach Süden ausgerichtet sein, also quer zum dort steilen Hang. Um neun Meter fällt das Grundstück ab, erklärte Bauamtsleiterin Christine Wild. Künstliche Aufschüttungen und Mauern seien nicht zulässig, damit die Gebäude nicht noch höher wirken. „Die extreme Hanglage ist hier das Problem“, fasste Barbara von Miller (SPD) zusammen. Man sollte daher darauf drängen, die Gebäude tiefer in den Hang hinein zu drücken. Peter Heerklotz (CSU) machte klar, dass er dagegen stimmen werde, was er am Ende zusammen mit Helga Wagner (Grüne) auch tat. „Wir müssen die Baumasse runterbringen und unbedingt vermerken, dass wir uns kleinere Gebäude wünschen“, sagte Heerklotz. Bürgermeister Georg von Preysing (CSU) musste zugeben: „Wir hatten bessere Entwürfe da, aber jetzt haben wir diese Häuser am Hals und müssen schauen, wo unsere Einflussmöglichkeiten sind.“

Bei einer Besichtigung des Grundstücks hatte der Ortsplanungsausschuss bereits festgelegt, dass es keine Erschließung über den Osterbergweg geben dürfe. Sie müsse vielmehr über die kleine Stichstraße Am Sonnenhang erfolgen. Franz von Preysing (CSU) hielt es für wichtig, dass die Schneeablagerung im Winter und auch der Erhalt eventuell geschützter Bäume gesichert sein müsse.

Am Ende erklärte sich die Mehrheit von 9:2 Stimmen mit der Voranfrage einverstanden. Etliche Nachbarn, die zur Sitzung gekommen waren, mussten diese Entscheidung mit nach Hause nehmen.

gr

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