Georg Rabl
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Georg Rabl (FWG) ist neuer Behindertenbeauftragter von Gmund.

Gemeinderat bestimmt neuen Behindertenbeauftragten für Gmund

Rabl folgt auf Grafwallner

  • Gerti Reichl
    vonGerti Reichl
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Über 20 Jahre war Anton Grafwallner Behindertenbeauftragter des Landkreises Miesbach und der Gemeinde Gmund. Jetzt hat er auch in der Gemeinde einen Nachfolger.

Gmund – 20 Jahre lang war Anton Grafwallner (72) Behindertenbeauftragter des Landkreises und auch der Gemeinde Gmund. Anfang des Jahres hat Gerhard Henrikus (64) aus Bayrischzell auf Landkreisebene seine Nachfolge angetreten – und auch in Gmund hat sich jetzt ein Nachfolger gefunden. Georg Rabl, FWG-Gemeinderat und langjähriger Vize-Bürgermeister, wurde bei der jüngsten Gemeinderatssitzung einstimmig zum neuen Behindertenbeauftragten der Gemeinde ernannt.

Man habe den Posten zwar ausgeschrieben, so Bürgermeister Alfons Besel (FWG), aber in enger Abstimmung mit Anton Grafwallner habe man es dann für geeignet gehalten, wenn der Nachfolger aus den Reihen des Gemeinderatsgremiums kommen würde. Hier sei dann schon im Vorfeld die Wahl auf Georg Rabl gefallen.

Seine Fußstapfen sind extrem groß.

Georg Rabl (FWG) über seinen Vorgänger, den bisherigen Behindertenbeauftragten Anton Grafwallner.

Und der bekam Gelegenheit, seine Motivation ausführlich darzulegen. Er sei oft mit Anton Grafwallner unterwegs gewesen, so Rabl, und von Anfang an habe er dessen Leitspruch verinnerlicht: „Barrieren abbauen – sowohl auf der Straße, als auch in den Köpfen“. Weil sein Vorgänger seine Ideen mit großer Wucht vorangetrieben habe, seien seine Fußstapfen extrem groß, sagte Rabl. Es werde zwar schwer sein, seinen Ansprüchen zu genügen, aber er sei so gut in der Gemeinde vernetzt, um zu wisse, wo die neuralgischen Punkte liegen. Sein Ansporn sei, den eingeschlagenen Weg seines Vorgängers weiterzuführen und Barrieren abzubauen. Er sehe sich gut gerüstet für das Amt, weil er immer gesehen habe, was Menschen leisten können, wenn sie aktiv mit ihrer Behinderung umgehen. „Mein Ziel ist, die Menschen in der Gemeinde zusammenzuführen“, sagte Rabl.

Besel nutzte die Gelegenheit, Grafwallner zu danken – noch vor einer offiziellen Verabschiedung, die wegen Corona nicht möglich sei. Grafwallner habe sich trotz seiner Erkrankung unermüdlich für die Anliegen anderer Menschen mit Handicaps eingesetzt, er sei Mahner und Anwalt gewesen. Mit dem Gmunder Überweg, einer über den Landkreis hinaus anerkannten, behindertengerechte Gestaltung von Querungshilfen, die auch aktuell wieder ihre Anwendung finde, habe er bleibende Akzente gesetzt. Das Miteinander sei ihm stets wichtig gewesen. „Ein herzliches Vergelt’s Gott dafür“, so Besel. 

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gr

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