Radfahrer am Stachus in Gmund
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Die Situation für Radfahrer ist an vielen Stellen im Tegernseer Tal, hier in Gmund am Stachus, nicht ideal. Neue Konzepte sollen Abhilfe schaffen.

Initiative scheitert schon auf ersten Metern

Radkonzept fürs ganze Tegernseer Tal: Grüne ziehen ihren Antrag zurück

  • Gabi Werner
    vonGabi Werner
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Rückschlag für die Grünen am Tegernsee: Weil der Gmunder Gemeinderat nicht mitspielte, haben sie ihren Antrag auf ein talweites Radverkehrskonzept zurückgezogen.

  • Die Grünen am Tegernsee haben erstmals einen talweiten Antrag gestellt
  • Sie wollten, dass ein gemeinsames Radkonzept für das ganze Tal erarbeitet wird
  • Weil Gmund ablehnte, zogen die Grünen ihren Antrag nun zurück

Gmund – Mit großer Euphorie hatten die Grünen am Tegernsee Anfang September ihren ersten talweiten Antrag bei einem Pressegespräch präsentiert: Sie wollten erreichen, dass die Gemeinden rund um den See ein gemeinsames Radverkehrskonzept auf den Weg bringen. Jetzt wurde der Verbund schon auf den ersten Metern ausgebremst. Weil der Gmunder Gemeinderat das Ansinnen in seiner September-Sitzung mehrheitlich abgelehnt hat, zogen die Grünen ihren Antrag jetzt zurück. In den anderen vier Tal-Gemeinden wird er damit gar nicht erst diskutiert werden.

Grüne wünschen sich ein „fahrradfreundliches Gesamtangebot“ fürs Tal

„Ein talweiter Antrag macht nur dann Sinn, wenn auch alle Gemeinden am Tegernsee sich dafür aussprechen“, erklärte Thomas Tomaschek, Vorsitzender des Grünen-Ortsverbands Tegernseer Tal, in einer Pressemitteilung. Die Planungen müssten aufeinander abgestimmt, bei der Umsetzung effizient zusammengearbeitet werden. Tomaschek ist nach wie vor davon überzeugt, dass für ein gemeinsames Radverkehrskonzept „gewichtige Gründe“ sprechen. Den Radfahrern seien kommunale Grenzen gleichgültig – „sie erwarten ein sicheres und durchgängiges Wegesystem“, meint Tomaschek. Das Tal brauche ein systematisches, fahrradfreundliches Gesamtangebot, denn nur so könne der Autoverkehr teilweise durch das Rad ersetzt werden.

Gemeinderäte wollen dennoch weiter für eine große Lösung kämpfen

Obgleich sie ihren aktuellen Antrag zurückgenommen haben, wollen sich die Grünen – seit der Kommunalwahl mit zwölf Gemeinderäten in den Tal-Gremien vertreten – in Sachen Radverkehr auch weiterhin „für die Umsetzung einer talweiten Lösung einsetzen“. Dadurch nämlich würden sich umfangreiche Synergien, auch finanzieller Art, ergeben, etwa durch eine einheitliche Ausstattung mit Fahrradständern und Ladestationen und eine durchgängige Beschilderung. „Der Fahrradverkehr bietet nur dann eine Mobilitätsalternative, wenn eine Förderung flächendeckend erfolgt“, so Tomaschek.

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