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Der stellvertretende Schulleiter Tobias Schreiner hat den neuen Boulderraum schon mal getestet. Das Projekt wurde komplett aus Spenden finanziert.

Überraschung nach den Osterferien

Gmunder Realschule hat nagelneuen Boulderraum

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Während die Gmunder Realschüler ihre Osterferien genossen, wurde im Schulgebäude schwer gewerkelt: In der Turnhalle wurde ein nagelneuer Boulderraum eingerichtet. Sponsoren haben das Projekt finanziert.

Gmund – Tobias Schreiner (38) steht auf dem Mattenboden und schaut zufrieden auf die vielen bunten Klettergriffe, die ihn rundherum umgeben: „Das haben die gut gemacht“, sagt der stellvertretende Leiter der Realschule in Gmund-Finsterwald und meint damit die Fachfirma aus Mittenwald, die während der Osterferien die Griffe an den Wänden und der Decke des neuen Boulderraums angeschraubt hat. Knapp 100 Quadratmeter Kletterfläche sind auf diese Weise entstanden. Ein neues Bewegungsangebot für die Schüler und auch für Vereinssportler, das sich die Realschule lange gewünscht hatte.

„Die Idee gab’s eigentlich schon immer“, erzählt Schreiner. Bereits als er die Schule in Finsterwald kurz nach der Fertigstellung erstmals besichtigt habe, sei ihm der Gedanke gekommen, „dass dies ein super Boulderraum wäre“. Doch die Verwirklichung ließ auf sich warten, andere Projekte hatten Vorrang. Erst vergangenen Herbst nahm die Idee erneut Fahrt auf.

Nachdem die Schule zwei große Sponsoren an Land gezogen hatte, die zusagten, zwei Drittel der Investitionssumme von insgesamt 30.000 Euro zu übernehmen, entwickelte sich das Vorhaben Boulderraum „schon fast zum Selbstläufer“, erinnert sich der stellvertretende Schulleiter. Über den Elternbeirat und den Förderverein kamen weitere Sponsoren-Kontakte zustande, so dass – auch mit Hilfe der Gemeinde Gmund – die Finanzierung schließlich gesichert war.

Schreiner ist überzeugt, dass die 30.000 Euro gut angelegtes Geld sind. „Wir haben immer mehr Schüler in der Ganztagsbetreuung“, macht er deutlich. Rund 50 sind es momentan. Vor allem für diese Jugendlichen sei der Boulderraum bei Schlechtwetter ein tolles Bewegungsangebot. Aber auch im regulären Sportunterricht oder im Wahlunterricht Klettern könne der Raum hervorragend genutzt werden. Eine kleine Kletterwand mit vier Routen gibt es in der Gmunder Dreifachhalle ja ohnehin.

Doch während an der Kletterwand nur maximal zwölf Schüler gleichzeitig beschäftigt werden können, biete der neue Boulderraum auch größeren Gruppen die Möglichkeit, gemeinsam den Klettersport auszuüben. „Bouldern fördert noch mehr das soziale Erlebnis“, meint Schreiner, der selbst ein begeisterter Bergsportler ist. Hier könnten sich die Schüler gegenseitig unterstützen und gemeinsam die besten Routen austüfteln. „Das ist ein großartiges Ganzkörpertraining.“

Während Schreiner die Finanzierung des Projekts vorangetrieben hat, kümmerte sich sein Kollege Willi Härtle, der das Wahlfach Klettern betreut, um die fachliche Begleitung. Nachdem am Nachmittag auch die Mitglieder der Sportfreunde Gmund den Boulderraum nutzen können, leistete auch die Gemeinde ihren Beitrag und schoss 3000 Euro für das Projekt zu.

Außerhalb der Schule waren also viele Stellen mit der Entstehung des Boulderraums befasst, unter den Schülern jedoch hat Schreiner das Thema bisher nicht an die große Glocke gehängt. Für viele von ihnen dürfte der neue Boulderraum nach den Ferien deshalb eine verspätete Oster-Überraschung sein.

gab

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